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Seltene Erden REE-Boom 2.0 in Vorbereitung?

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Gastautor: Stephan Bogner
12.07.2016, 10:48  |  5336   |   

Im heutigen Report werden 4 Artikel über die zunehmenden Spannungen im Südchinesischen Meer ("South China Sea") präsentiert. Offensichtlich erhitzen sich die Gemüter in zunehmendem Maße. Die Wahrscheinlichkeit eines zu begehenden Fehlers ist ungemein gestiegen. China will im Grunde genommen eine Flugverbotszone über all diese umstrittenen Territorien einrichten, woraufhin der Luftraum bishin zu den Philippinen hinzugefügt werden soll. Kurz nachdem China den Luftraum zwischen China und Taiwan zur Flugverbotszone erklärt hat, feuerte Taiwan "versehentlich" eine Rakete in Richtung China. Aus Versehen? Wirklich?

Ein US-Analyst sagte gestern folgendes über die wichtige Entscheidung, die heute gefällt werden soll: "China macht derzeit den Eindruck, zu schwächeln – sowohl wirtschaftlich als auch politisch – und das beste Mittel, um keinen schwachen Eindruck zu hinterlassen, ist den Einsatz auf nationalistischer Ebene zu erhöhen, oder wie wir zu pflegen sagen ´die beste Defensive ist eine gute Offensive´. Mit dem im Hinterkopf könnte China sích dazu entscheiden, in Hinsicht auf den heute erwarteten Entscheid etwas konkretes zu tun." 

Die Anzahl der Zwischenfälle ist in den letzten paar Jahren exponentiell angestiegen, sodass schon fast wöchentlich von einem internationalen Vorfall zwischen China und jemand anderen zu hören ist, sei es Japan, Taiwan oder Philippinen etc. Laut Staatsverträgen ist die USA dazu verpflichtet, all diese Länder gegen ausländische Aggression zu beschützen.

Hintergrund

Der Grund, weshalb die REE-Preise 2010/2011 förmlich explodierten, basierte auf einem Zwischenfall, der auf globaler geopolitischer Ebene nicht wirklich signifikant war, jedoch für China Grund genug war, um REE-Lieferungen nach Japan zu unterbinden. Auszug aus dem Rockstone Report "Die Mountain Pass Blase und der Ashram Vorteil" (27. August 2015):

Der “Fischerboot”-Zwischenfall vom September 2010: “Die 2010 Senkaku Bootskollision (oder der Minjinyu 5179 Zwischenfall) geschah am Morgen des 7. September 2010, als ein chinesischer Fischdampfer, Minjinyu 5179, der in umstrittenen Gewässern in Betrieb war, mit japanischen Küstenwachbooten nahe den Senkaku Inseln kollidierte.” Warum war es den Chinesen so wichtig, die Besatzung und den Kapitän aus einem vermeintlich illegalen Fischdampfer in umstrittenen Gewässern Japans zu befreien? War China um ihre nationale Sicherheit besorgt? Waren sie über einen westlichen Expansionisten via Japan beunruhigt? Nein, denn ich glaube, dass China schlicht und ergreifend eine Opportunität sah, um ein seit Langem schwebendes Interesse zu adressieren, um mehr Wert aus einem Rohstoff zu schlagen, in dem sie dominant sind – die REEs – und ihren Mehrwert für diesen Rohstoff zu erhöhen, der letztlich mehr Produktion nach China bringen und mehr Arbeitsplätze für die chinesische Bevölkerung schaffen würde. Alles, was sie nur machen mussten, war Japan für kurze Zeit von REE-Lieferungen abzuschneiden.

Der vollständige Report kann hier als PDF und hier als Webversion eingesehen werden.

Disclaimer: Bitte lesen Sie den vollständigen Disclaimer im vollständigen Research Report als PDF, da fundamentale Risiken und Interessenkonflikte vorherrschen. 

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