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Geld für Geld Verkehrte Welt: Henkel und Sanofi begeben Anleihen mit negativer Rendite

Geld bekommen, um Geld zu bekommen. Was zunächst völlig unlogisch klingt, ist derzeit verquere Realität im EU-Anleihemarkt. Neben dem Staat beginnt nun auch die freie Wirtschaft von den Negativzinsen zu profitieren. Den Anfang machen Henkel und Sanofi.

Geld leihen kostet. Nicht etwa den Debitoren, sondern den Gläubiger. Willkommen im Jahr 2016, in dem sämtliche, seit Jahrhunderten geltenden "Naturgesetze" der Geldwirtschaft von ein paar Finanzpolitikern mal eben über Bord geworfen werden. Dem Wachstum und der Inflation zu Liebe, die sich aber auch davon nicht so richtig beeindrucken lassen. 

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Anstatt das Geld für Investitionen auszugeben, fangen Unternehmen nun an, daraus für sich selbst Kapital zu schlagen. Wie "Spiegel Online" berichtet, haben der deutsche Konsumgüterriese Henkel sowie der französische Pharmakonzern Sanofi erstmals Unternehmensanleihen mit negativem Zins begeben. Experten zufolge würde die Rendite beider Bonds bei minus 0,05 Prozent liegen. Dabei beläuft sich das Anleihevolumen von Henkel auf 500 Millionen Euro, das von Sanofi auf rund eine Milliarde Euro. 

Bislang mussten Anleger lediglich für Bundesanleihen zusätzlich was drauflegen. Im Juli emittierte die Deutsche Bahn als erstes Unternehmen einen Schuldtitel mit minus 0,006 Prozent, doch weil es sich bei dem Konzern um 100-prozentiges Staatseigentum handelt, gelten seine Papiere als Quasi-Staatsanleihen. 

Es ist vor allem die Kaufsucht der Europäischen Zentralbank, die die Rendite von Unternehmenanleihen immer weiter in den Keller fallen lässt. Im Rahmen des "Corporate Sector Purchase Programme" (CSPP) hatte die EZB Mitte Juni begonnen, nunmehr nicht bloß Staatsanleihen und Pfandbriefe, sondern auch Bonds aus der Privatwirtschaft aufzukaufen. Monatlich werden dafür 80 Milliarden Euro in die Hand genommen. Fast ein Drittel aller Anleihen aus dem "Investment-Grade"-Bereich erweisen sich für Anleger dadurch bereits als Verlustgeschäft. 

 

 




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