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Marktkommentar: Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (9. Dezember 2016)
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Marktkommentar Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (9. Dezember 2016)

Nachrichtenquelle: Asset Standard
12.12.2016, 00:00  |  286   |   |   

Für seinen Marktkommentar muss ​Igor de Maack nochmal auf den frisch gekürten „Mann des Jahres“ zurückkommen: Den baldigen US-Präsidenten Donald Trump.

​Wir kommen einfach nicht umhin, noch einmal auf denjenigen zurückzukommen, der unlängst vom Time Magazine zum „Mann des Jahres“ gekürt wurde: Präsident Trump. Denn dank Donald dürfen sich die Anleger (und ganz besonders diejenigen, die in Aktien investieren) fühlen wie Alice im Wunderland.

Die amerikanischen Börsenbarometer verzeichnen einen Rekord nach dem anderen, und auch die europäischen Indizes haben direkt im Anschluss an den Abgang des ungestümen Matteo Renzi zu ihrer Jahresendrally angesetzt.

Der vorläufig noch amtierende italienische Premier hatte seine politische Zukunft an den Ausgang eines Referendums mit eher verfassungstechnischem Inhalt geknüpft, dabei aber seine eigene Aura bei seinen Mitbürgern überschätzt.

Jetzt, wo vorerst keine politischen Stichtage mehr anstehen, besinnen sich die Sparer offensichtlich wieder auf die Vorzüge von Aktieninvestments und die Aufnahme bestimmter Titel ins Portfolio, die sie bis vor Kurzem noch mieden wie der Teufel das Weihwasser: Öl- und Bankwerte. Das Börsenkarussell, das mal jene, dann wieder andere Anlageklassen und Sektoren begünstigt, dreht sich also munter weiter, und dies bei einer Stimmung wie auf dem Weihnachtsmarkt an Sankt Nikolaus.

Als Schwergewichte in den Indizes stellen Finanz- und Rohstofftitel eine echte Herausforderung für nicht indexgebundene Strategien dar, die diesen Value-Themen womöglich allzu lange die kalte Schulter gezeigt hatten.

Was die konjunkturellen Aussichten betrifft, so haben die Absichtserklärungen und das Programm von Donald Trump in den Vereinigten Staaten die Anleger davon überzeugt, dass sich der amerikanische Zyklus fortsetzen wird. Noch steht der Beweis jedoch aus, dass eine Dynamisierung aller Volkswirtschaften der Welt mit Konjunkturpaketen eine patente und nachhaltige Lösung ist und die Inflation auch den Arbeitnehmern zugutekommt.

Im Euroraum hat die EZB die Verlängerung ihres Anleihenkaufprogramms angekündigt, wobei die monatlich erstandenen Volumen jedoch von 80 Mrd. Euro auf 60 Mrd. Euro gesenkt und die Regeln für Ankäufe elastischer gestaltet werden sollen (insbesondere bezüglich der Rendite- und Restlaufzeitkriterien). Insgesamt muten diese Entscheidungen an wie eine Art ‚Tapering‘ durch die Hintertür – ein Eindruck, den auch der Anleihemarkt bestätigt, auf dem es am Tag der Ankündigung für die Zinsen aller europäischer Staatspapiere aufwärts ging. Mit den gegensätzlichen geldpolitischen Richtungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Eurozone könnte es also bald vorbei sein. Würde zugelassen, dass die US-Zinsen zu weit ansteigen und die amerikanische Geldpolitik im Alleingang handelt, so könnte das Gros der weltweiten Kapitalflüsse in den Dollarraum gelenkt werden, zum Schaden Europas.

Noch ist es Zeit, die Portfolios mit Bankaktien und Value-Themen zu füllen. Seit 2008 war es so gut wie unmöglich, einen europäischen Anleger dazu zu bewegen, sich europäischen Aktien und dieser Art Sektoren zuzuwenden. Doch nun könnten gerade diese Anlagen, auf denen lange ein Fluch zu liegen schien, wieder (zumindest etwas) im Trend liegen.

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