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Wahrheit, Lüge, Wahrheit, Lüge

Gastautor: Bernd Niquet
11.02.2017, 13:00  |  2169   |   |   

Es gibt derzeit wirklich bizarre Streitigkeiten über den Atlantik hinweg zwischen der EU und den USA.

 

So hat die Trump-Regierung behauptet, Deutschland würde sich mit einem schwachen Euro zu Lasten der USA Wettbewerbsvorteile verschaffen, woraufhin unsere Leute von der der deutschen Kanzlerin über den Bundesbankpräsidenten bis hin zu EZB-Chef Draghi das unisono in Abrede stellen.

 

Und was ist nun richtig?

 

Merkel weist auf die Unabhängigkeit der EZB hin, Weidmann spricht von „abwegig“ und Draghi sagt: „Wir sind keine Währungsmanipulatoren.“

 

Das stimmt alles. Andererseits stimmt aber auch das, was Trump sagt. Da jedoch beide Seiten wissen, der Gegner genauso Recht hat wie man selbst, sind alle Behauptungen, die eigentlich stimmen, dadurch andererseits auch gelogen.

 

Der Grund für die Kalamitäten liegt im Euro. Durch die seit dem 31.12.1998 festgeschriebenen Paritäten im Euro hat sich Deutschland aufgrund seiner guten Wirtschaftsleistung seitdem eine enorme Unterbewertung erarbeitet, wohingegen spiegelbildlich die Südländer der EU in eine strangulierende Überbewertung gerutscht sind.

 

Das jedoch ist im Euro nicht zu ändern. Dazu müsste man den Euro abschaffen. Deswegen erübrigen sich solche Scharmützel eigentlich. Es sei denn, man erhofft sich Vorteile daraus.

 

Ähnlich halbseiden geht es derzeit auch bei den großen Unternehmen zu. Starbucks und die US-Fastfood-Ketten setzen Trumps Einreisebann die Bekanntgabe entgegen, jetzt erst recht mexikanische Einwanderer beschäftigen zu wollen. Es wird interessant sein, zu beobachten, welche Löhne da wohl gezahlt werden.

 

In Deutschland spielen die selben Akteure zur Zeit beinahe das selbe Spielchen. Hier will man nämlich plötzlich massenweise polnische Aushilfskräfte beschäftigen. Das allerdings nicht aus altruistischen Gründen, sondern um die Streiks der hiesigen Arbeitnehmer zu brechen, die dafür streiken, mehr als nur 3 Cent über dem Mindestlohn bezahlt zu werden.

 

Und die Differenz zwischen solchen Hungerlöhnen und dem Existenzminimum müssen dann die deutschen Steuerzahler bezahlen, die somit jeden Kaffee und jeden Burger aus den USA subventionieren. Denn Steuern zahlen diese feinen Unternehmen hier ja sowieso nicht.

 

Viele Versprechen einer liberalisierten Ökonomie haben also schlichtweg getrogen. Und die staatlichen Eingriffe wenden kaum etwas zum Besseren. Es wird daher spannend werden, zu beobachten, welche Konsequenzen daraus erwachsen.

 

 



1 Kommentare

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Kommentare

Ich werd Dir sagen,was meiner Meinung nach richtig ist !
Deutschland,wurde vor allem von den USA in den Euro getrieben und,weil die älteren Politiker dieses Desaster schon kannten,bestand Deutschland von vorne herein,auf den Verbleib,dieser letzten Absicherung,zwar gab es seine Bürger wieder für Betrügereien und Geldwäschereien Preis,die Industrie,sollte aber wenigstens unbeschadet bleiben.
Seither,zahlt nun der Steuerzahler,für die überschuldeten Südländer mit und die Versicherer,werden langfristig ausgelutscht,wie eine Zitrone,die Rente,ist weg,das,kommt aber noch !
Die Spareinlagen,hat man also schon geknackt,alleine der Zinsverlust,schmeißt das Land 30 Jahre zurück,das Ding,mit den Abkommen von Schengen und Dublin,war vorläufig die absolute Sahnehaube,wir zahlten,für eine Absicherung,die im Augenblick der Fälligkeit widerrufen wurde!
Mit einem,der so dumm ist,fährt die Welt gerne Schlitten,und deshalb,müssen wir nun diesen Versuch erleben,denn,der Euro,hat offenbar seine Schuldigkeit getan,wir wurden ausgeplündert,bis zum Taschen-Umkrempeln,wenn wir jetzt noch die allerletzte Absicherung nicht verteidigen könnten,dann hätten wir uns als zu dämlich erwiesen,um mit anderen Zivilisationen auf der Welt zu verbleiben,denn dann wäre es komplett sinnlos,weiter im Euro zu verbleiben und je eher der weg wäre,desto eher wäre es möglich,grenzdebile deutsche Politiker,wieder für eine neue Währungsunion zu gewinnen !
Trump,verspottet uns hier nur ein wenig,...bis der Globo kommt !

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