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Deutsche kein Vertrauen in Börse Dax-Dividenden gehen ins Ausland

27.03.2017, 11:48  |  2127   |   |   

In den kommenden Wochen werden die DAX-Konzerne circa 32 Milliarden Euro an Dividenden auszahlen. 20 Milliarden Euro gehen an ausländische Anteilseigner, während der deutsche Sparer davon nur wenig hat.

Wer profitiert vom Erfolg der deutschen Wirtschaft? Der absolute Spitzenreiter ist die US-amerikanische Fondsgesellschaft Blackrock ("Welt"). Sie wird circa 1,62 Milliarden Euro einstreichen. Auf dem zweiten Platz landet die KfW - 757 Millionen Euro - und dann kommt der Finanzdienstleister Vanguard mit 700 Millionen Euro. Insgesamt fließen 20 Milliarden Euro als Dividenden ins Ausland und nur 11,4 Milliarden bleiben im Inland. 

Der große Abfluss bedeutet einen Wohlfahrtsverlust. Obwohl unsere Wirtschaft auf Erfolgskurs ist, gibt es ein nicht unerhebliches Desinteresse bei den deutschen Anlegern und Sparern gegenüber der Börse. Nur neun Millionen Deutsche besitzen direkt oder indirekt Aktien und somit gehen dem Sparer Einnahmen verloren. Würde man die aktuell zwei Billionen Euro - Tagesgeldkonten und Sparbücher - unverändert so liegen lassen, dann würde es zehn Jahre dauern, um auf die Dax-Dividende zu kommen, die dieses Jahr ins Ausland geht. 

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2 Kommentare

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Kommentare

Unserem Staat sind nur seine eigenen Einnahmen wichtig. Wo kämen wir denn hin, wenn die Bürger selbst für ihr Alter vorsorgten, da wären sie ja unabhängig von der Politkaste....

Immerhin arbeite ich gut bezahlt für den Staat, insofern: Immer her mit der Kohle:-)
Der deutsche Staat hat wenig Interesse am Aktienbesitz seiner Bürger, im Gegenteil, er scheint etwas dagegen zu haben.

Hätte er se, dann würde er nicht kanpp 50 % des Gewinns einer AG in die eigene
Tasche stecken, obwohl er kein Aktionär ist und kein Risiko trägt.

Der Aktionär trägt das Risiko und muss sich letztlich den Gewinn mit dem Staat teilen.
Werbungskosten (z.B. Wertpapierkreditzinsen) werden fast nicht anerkannt.
Die effektive Besteuerung von Gewinnen aus Aktienbesitz kann die 100 % erreichen oder gar überschreiten.

Bein einem Grenzsteuersatz von 26 % zahlt der kleine Mann prozentaul soviele Steuern auf seinen Aktiengewinn wie die Milliardärin Susanne Klatten.

Alles Anzeichen dafür, dass dem Staat der Klein- oder Mittelverdiener in Sachen Aktienbesitz völlig egal ist.

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