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Marc Faber Aktienboom könnte dramatisch Enden: - 40 Prozent

26.06.2017, 14:07  |  19323   |   |   

Der Herausgeber von "The Gloom, Boom & Doom Report", Investor Marc Farber sagte in einem Interview mit CNBC, dass der aktuelle Boom dramatischen Enden wird. Faber rechnet damit, dass der Aktienmarkt um 40 Prozent einbrechen wird.

Immer mehr Finanzexperten warnen vor einem Aktiencrash in den nächsten Monaten. Jedoch bis es soweit ist, könnten die Kurse weiter steigen, so sieht es zumindest Marc Farber ("CNBC"). In diesem Szenario empfiehlt Farber, dass Investoren auch bei aktuell weiter steigenden Kursen jederzeit Schutzmaßnahmen bei einem Kursrutsch ergreifen sollten. 

Farber sprach von einem epischen Zusammenbruch der Aktienkurse. Immerhin könnten laut Farber die Kurse um bis zu 40 Prozent einbrechen. In einem solchen Fall würde der S&P 500, der am Freitag mit 2.438 Punkten schloss, bei 1.463 Punkten landen. Besonders bei den FANG-Aktien: Facebook, Apple, Netflix und Google (Alphabet) dürfen die bärischen Signale nicht ignoriert werden, so Farber.  

"Wir haben seit mehr als acht Jahren einen Bullenmarkt" konstatiert Farber und das gefährliche sei, dass der Nasdaq nur von sehr wenigen Aktien in die Höhe getrieben wird. Eine solche Rally sei kein besonders gesundes Zeichen für einen Markt. Darüber hinaus seien einige Bewertungen extrem hoch, so Farber. Zuletzt hatte der Nasdaq vor zwei Wochen ein Intraday Rekordhoch mit 6.341,70 Punkten hingelegt. 

Die aktuell teilweise hohe Volatilität veranlasst Farber dazu, vor einer noch größeren Schwankung bei noch mehr Aktien zu warnen. Ferner ist der Investor darüber besorgt, dass der Reichtum nur bei wenigen Unternehmen und Personen liegt und dieses Ungleichgewicht könnte schließlich die Märkte irritieren. Darüber hinaus sagte Farber "Entweder Menschen mit Vermögen werden massiv besteuert... oder wir werden eine extreme Deflation bei den Vermörgenspreisen haben. Eventuell wird das System zusammenbrechen".

Ebenso wie Jim Rogers, hatte Farber in der Vergangenheit den großen Crash mehrfach vorausgesagt. Aufgrund der (Fehl-)Prognosen hatten Kritiker Farbers Vernunft in Frage gestellt.



6 Kommentare

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Kommentare

... immer wieder dieses Missverständnis....

Denkt dran, durch die Kursgewinne der Vergangenheit ist eben kein einziger Euro "entstanden", der nun irgendwo investiert werden müsste.

Oder andersrum: Würden schlagartig alle Aktienkurse z. B. halbiert, hätten die Anleger insgesamt keinen einzigen Euro mehr oder weniger, der irgendwo zu investieren wäre.

Liquidität ist hier einfach kein Argument.... :cool:
Ja, schlimm diese Mahner, die immer diese hohen KGVs erwähnen und die Vergleiche mit dem Neuen Markt heranziehen,...schlimm! wen interessieren schon eine flache Zinskurve?Auch das Geschwafel von den Schuldenbergen, welche "wir" vor uns herschieben,...alles Quatsch! Banken werden in Italien abgewickelt...2008 wäre das noch ein Crashargument gewesen...heute ist "the sky is the limit" angesagt!
Laßt uns weiter hirnlos investieren und wie bei einem Krebsgeschwür denken: mich wirds eh nicht treffen (Crash)! Auf dass die Sektkorken bei 13000 Dax Punkten wieder knallen.

Auf gute Invests,...so schwer ist es ja momentan nicht (einfach die FANGs kaufen).

Gruß
Lenny
Immer ganz stark. Bei Fokus kommt auch jeden Monat ein Bericht über den großen Knall - und das der uns bald bevorsteht. Leider kommen diese Berichte schon die letzten 2-3 Jahre und die armen Leute die Ihre Aktien verkauft haben in der Zeit :D. Irgendwann kommt der ja - und dann wird derjenige der in dem Monat berichtet hat der große Guru sein, weil er es ja erkannt hat - täglich grüßt das Murmeltier.
Na klar, irgendwann wird es krachen an den Börsen. Ich frage mich nur, wo die ganzen Gewinne aus Aktienverkäufen untergebracht werden sollen?

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