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Gabriel: Trumps Außenpolitik ist 'Erfüllung der Wahlkampfpropaganda'
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Gabriel Trumps Außenpolitik ist 'Erfüllung der Wahlkampfpropaganda'

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
19.10.2017, 20:33  |  1064   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Außenminister Sigmar Gabriel hat die Politik von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Vorrangiges Ziel von Trump sei es, "das zu zerstören, was unter seinem Vorgänger Obama mühevoll aufgebaut wurde: erst die Gesundheitsreform, dann das internationale Klimaabkommen und nun das Atomabkommen mit Iran", sagte der SPD-Politiker dem "Handelsblatt" (Freitag). "Außenpolitik wird damit degradiert zur Erfüllung der Wahlkampfpropaganda."

Es sei ein großer Fehler, das Atomabkommen mit dem Iran infrage zu stellen. "Ein Ende des Atomvertrags mit Iran ist derzeit die größte außenpolitische Gefahr. Die Welt wird nicht sicherer, sollte der Iran nach einem Scheitern des Atomvertrags die Entscheidung treffen, sich doch atomar zu bewaffnen", sagte Gabriel.

Verstörend sei, dass Trump aus innenpolitisch motivierten Gründen handele. "Donald Trump ist der Vertreter der Anti-Moderne", sagte Gabriel. "Er behauptet gegenüber den verunsicherten, abgehängten oder von Abstiegsängsten getriebenen Wählern, dass er sie vor den Anstrengungen der modernen und vernetzten Welt mit dem Rückzug in die Mauern des Nationalismus vor der Moderne schützen kann."

Angesichts von Trumps Abschottungspolitik warf Gabriel den USA vor, auch die deutsche Wirtschaft zu schädigen. Trumps Maßnahmen etwa gegen den Iran seien "ein Angriff auf unser deutsches Exportmodell". Schon heute trauten sich viele deutsche und europäische Unternehmen nicht, Geschäfte im Iran abzuschließen, "weil sie Angst haben, sofort wieder von nationalen US-Sanktionen betroffen zu sein"./mbr/DP/he

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Kommentare

Nein, die Politik der USA unter Trump ist ein einziger Rachefeldzug gegen alles, was Obama und seine Administration aufgebaut hat und das aufgrund einer öffentlichen Blossstellung des "Kandidaten" durch Obama. Das ganze hat persönliche Gründe. Den jetzigen Präsidenten interessiert das eigene Volk eigentlich überhaupt nicht. Wenn bei diesem Drama besonders sein Umfeld noch länger mitspielt, sind die alle die gleichen und schliessen sich einem Rachefeldzug an.

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