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IOTA Deutsches Schlachtschiff IOTA mit Schlagseite?

Gastautor: Robby Schwertner
29.12.2017, 15:06  |  41911   |   |   

Das gehypte Berliner Kryptowährungsprojekt IOTA (https://iota.org/) sieht sich Kritik ausgesetzt. Joseph Young von BTCManager.com berichtet, dass Experten des renommierten US-Forschungszentrums MIT nun Zweifel an manchen Aussagen der Non-Profit-Stiftung haben.

Einerseits ist umstritten, ob nun Microsoft, Deutsche Telekom und Fujitsu eine echte Partnerschaft mit IOTA eingegangen sind oder ob es sich lediglich um eine "Teilnahme" dieser Großunternehmen handelt. Dominik Schiener, Mitbegründer von IOTA sah sich laut John Young genötigt klarzustellen, dass man "niemals erwähnt habe, dass die genannten Unternehmen Partner sind, wir nennen sie Teilnehmer".
Allerdings hat die IOTA Stiftung erst nach Bekanntwerden der MIT-Kritik den Status der Beziehung zu den Unternehmen korrigiert.

Auch die Feststellung im IOTA Whitepaper, wonach keine Gebühr für den sogenannten "Proof of Work" eingehoben wird, ist laut MIT Experten irreführend. Denn statt einer Gebühr wird pro Transaktion eine Validierungsleistung von zwei anderen Transaktionen verlangt, was durchaus dem Mining von Bitcoins entspricht. Dies ist eindeutig eine Sachleistung, was daher eindeutig einer Form von Gebühr entspricht.

Ein dritter Kritikpunkt bezieht sich auf ein Statement, in dem IOTA als dezentral und "tamper-proofed" also manipulationssicher bezeichnet wird. Allerdings war das System im November für drei Tage komplett zum Stillstand gekommen, was bei einem echten dezentralen System nicht passieren dürfte und was bei Bitcoin, Ethereium und Litecoin noch niemals in diesem Ausmaß vorkam.
Hinzufügen muss man, dass die Grundsätze von IOTA durchaus edel sind. Gegründet wurde IOTA 2015 von David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Dominik Schiener und Serguei Popov. Es wird von einer Non-Profit-Organisation, der IOTA-Stiftung beaufsichtigt. 

Was sagt Cryptorobby:
Wir finden IOTA ein spannendes Vorhaben mit viel Potenzial. Insbesondere scheint IOTA eine Lösung für das Hochskalieren von Transaktionen gefunden zu haben. Hier schwächeln die Konkurrenten Bitcoin und Ethereum noch. Warum man sich nun mit unklaren Aussagen ins Schussfeld der Kritiker bringt, bleibt uns allerdings schleierhaft.

Quelle: BTC-Manager https://btcmanager.com/mit-criticizes-iota-gaping-hole-in-software-deceptive-marketing/?utm_source=onesignal&utm_medium=push&lipi=urn%3Ali%3Apage%3Ad_flagship3_feed%3BWNePsEofTtiChfdSyIp01A%3D%3D

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Kommentare

Hier herrscht Interessenkonflikt bei den Damen und Herren vom DCI. Es wird gerne negative Stimmung gegen IOTA gemacht, weil es ihre Projekte und Investitionen obsolet machen kann (wenn erfolgreich - und es sieht stark danach aus).
Bitte nicht diese Stimmungsmache auf Plattformen wie dieser weiterverbreiten.
Die Antwort von einem der Hauptentwickler geht auf alle Vorwürfe gezielt und humorvoll ein:
https://medium.com/@comefrombeyond/cfbs-comments-on-https-www-media-mit-edu-posts-iota-response-5834c7f8172d

Dass das PoW beim Versenden von Transaktionen dem Mining gleich kommt, ist lächerlich.
Dieses PoW dauert etwa 5 Sekunden auf meinem PC. Auch Smartphones brauchen nicht sonderlich viel länger.
Bei Bitcoin gibt es rund 5 Transaktionen pro Sekunde weltweit (mehr geht aktuell einfach nicht - mehr passt nicht in den 1MB Block).
Sprich, eine Transaktion nimmt 0,2 Sekunden der gesamten Mining-Power der Welt in Anspruch.
Das sind Millionen von ASIC-Geräten, die je über 1000 Watt benötigen! Die Transaktionskostem sind auch irgendwo zwischen 10 und 30$! Man muss ja die Miner für ihre Arbeit entlohnen!

Abgesehen von dem Geld, welches man den Minern somit geben muss, das einem dann selbst fehlt, kommt es noch zu Schweirigkeiten in der Bedienbarkeit mit den Transaktionskosten.
Wählt man nämlich eine zu geringe "Fee", so verweilen die gesendeten Bitcoins sehr leicht mal tagelang "unconfirmed" irgendwo in einer Zwischenwelt. Dann kommen sie vielleicht an, oder man bekommt sie zurück - erfährt man erst nach Tagen!
Bei Ethereum und NEO hatte ich ähnliche und kuriosere Unannehmlichkeiten.

Das kurze PoW bei IOTA werden zukünftig spezielle Chips übernehmen (Jinn), wo das ganze nochmal 100x stromsparender und 100x schneller geht (Hausnummern jetzt, aber in dieser Größenordnung)

Also das IOTA PoW ist NICHT vergleichbar mit BTC PoW! Das ist LÄCHERLICH und nur ein Versuch die Leute davon abzuhalten, sich für IOTA zu interessieren.
Sehr aktuell, der BTC-Manager ;)
Habe von der Seite aber auch ehrlich gesagt noch nichts gehört...

Zur Sache: Punkt 1:
"Einerseits ist umstritten, ob nun Microsoft, Deutsche Telekom und Fujitsu eine echte Partnerschaft mit IOTA eingegangen sind oder ob es sich lediglich um eine "Teilnahme" dieser Großunternehmen handelt."
Das Wort "Partnerschaft" wurde durch die Presse kreiert, nicht seitens der IOTA Foundation. Omkar Naik von Microsoft wird zitiert mit "We are excited to partner with IOTA foundation...", die Presse machte daraus quasi eine offizielle Partnerschaft, was dann nach irgendwelchen Verträgen klang... viel Gelaber um nichts halt, noch dazu Gelaber aus dem November.

Punkt 2: Ob man es Gebühr nennen soll, wenn ein eigener Rechner etwas Rechenleistung aufwenden muss, um eine Transaktion durchzuführen... tja, da lässt sich sicher auch trefflich drüber streiten.
Dann bezahle ich aber auch Gebühr, wenn mit dem Fahrrad fahre... schließlich muss ich selbst in die Pedale treten usw. Plötzlich wären dann überall Gebühren für alles, nicht gerade zielführend die Sichtweise meiner Meinung nach... und auch alles andere als neu die Diskussion

Punkt 3: IOTA ist noch nicht zu 100% dezentral, das IOTA Netzwerk ist immer noch Work-In-Progress und damit im Beta-Stadium. Das Entwickler-Team und die Community wachsen täglich und arbeiten permanent an Verbesserungen des Tangles und an Schnittstellen und Anwendungen für Mensch und/oder Maschine. Ab einer gewissen Größe und einem gewissen Durchsatz an Transaktionen kann die "zentrale Validierungsmaschine" (der Coordinator) entfallen. Wann das sein wird, kann ich auch nicht einschätzen.

Bei Interesse an Kryptos kann ich nur jedem empfehlen, sich zumindest auch über offizielle Quellen der jeweiligen Entwickler zu informieren und sich selbst eine Meinung zu bilden. Die gegenseitigen Animositäten zwischen Anhängern unterschiedlicher Kryptowährungen, meist aber nicht nur aufgrund unterschiedlicher finanzieller Interssen, führen sehr selten zu neutralen Sichtweisen, kann ihc von mir logischerweise auch nicht hundertprozentig behaupten.
Noch ein Hinweis: "Das MIT" von dem hier berichtet wird, ist die "Digital Currency Initiative" von einigen MIT-Mitgliedern und spricht keineswegs irgendwie offiziell für das MIT. In der Presse wird das nur schnell mal so dargestellt, als seien das Aussagen des altehrwürdigen, allwissenden MIT ;)

Disclaimer: Ich halte BTC und IOTA.

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