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Keine Bitcoinzahlungen mehr Paypal-Rivale Stripe lässt Bitcoin fallen

25.01.2018, 10:34  |  22817   |   |   

Der Zahlungsdienstleister Stripe stellt die Unterstützung für Bitcoin ein. Ab dem 23. April 2018 werden keine Bitcoin-Transaktionen mehr bearbeitet. Entwickelt sich Bitcoin immer mehr zum reinen Spekulationsobjekt?

Der US-amerikanische Zahlungsdienstleister Stripe stellt bis zum 23. April 2018 seine Unterstützung für Bitcoinzahlungen ein. Stripe war einer der ersten Online-Zahlungsdienstleister, der Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert hatte. Die Bearbeitung von Bitcoinzahlungen soll nun schrittweise eingestellt werden. In einem Blogbeitrag des Unternehmens werden als Gründe die extreme Volatilität, die hohen Transaktionsgebühren sowie die langsame Transaktionsgeschwindigkeit der Cyberwährung genannt. Die Kryptowährung habe sich zudem mehr zu einer Geldanlage als zu einem Zahlungsmittel entwickelt, so ein Produktmanager von Stripe. Bereits im Dezember 2017 hatte die Spieleplattform Steam die Akzeptanz von Bitcoinzahlungen eingestellt.

Im E-Commerce-Bereich ist die Paypal-Konkurrenz Stripe beliebt und wird von zahlreichen Geschäftskunden genutzt, so t3n. 2015 betrug der Jahresumsatz des Zahlungsdienstleisters über 460 Millionen Dollar. Der Unternehmenswert von Stripe wird auf 9,2 Milliarden US-Dollar geschätzt, so das Manager Magazin.

Die abnehmende Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel stützt die These der Deutschen Bundesbank, dass Bitcoin kein Geld, sondern ein Spekulationsobjekt ist. Bereits im November 2017 hatte die Deutsche Bundesbank vor Bitcoin gewarnt. Bitcoin erfülle keine der drei Geldfunktionen. Geld habe drei ökonomische Funktionen: „Es dient als Zahlungsmittel, als Wertaufbewahrungsmittel und als Recheneinheit. Die Eigenschaften sind nicht unabhängig voneinander.“

Es gibt aber eine gute Nachricht für Krypto-Fans: Stripe hat angekündigt, die Entwicklungen am Markt für Kryptowährungen weiter intensiv zu beobachten. Möglicherweise werde man in Zukunft Unterstützung für andere virtuelle Währungen wie z. B. Stellar anbieten, so das Unternehmen. Der Wert von Stellar stieg daraufhin in kürzester Zeit um 20 Prozent:

XLM zu USD

Quellen:
stripe.com/blog/ending-bitcoin-support
t3n: „Stripe: Paypal-Rivale verzichtet auf Bitcoin-Support“
Manager Magazin: „Ein PayPal für Geschäftskunden - nichts weniger“
wallstreet-online: „Bundesbank: „Bitcoin ist kein Geld, sondern ein Spekulationsobjekt“

 


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