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Börse Stuttgart-News bonds weekly

Gastautor: Börse Stuttgart
02.02.2018, 12:10  |  771   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Anleihen-Marktbericht der Börse Stuttgart

FED BELÄSST ALLES BEIM ALTEN

Rendite fünfjähriger Bundespapiere im Plus

Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins nicht angetastet. In ihrer letzten zinspolitischen Sitzung unter Führung von Janet Yellen hat die Fed erwartungsgemäß ihren Leitzins bei 1,25 % bis 1,5 % belassen, aber erneut weitere Anhebungen avisiert. Eine Zinserhöhung unter Jellen-Nachfolger Jerome Powell deutet sich schon an. Marktexperten rechnen mit einem weiteren Zinsschritt der US-Notenbank im März. Der Offenmarktausschuss erwarte, dass sich die wirtschaftliche Lage in einer Weise entwickeln werde, die weitere allmähliche Leitzinserhöhungen notwendig machen werde. Die ökonomische Aktivität habe sich seit der Dezember-Sitzung mit solidem Tempo erhöht.

Notenbankchefin Yellen gibt die Leitung der wichtigsten Zentralbank der Welt am Ende der Woche an ihren Nachfolger Jerome Powell ab. US-Präsident Donald Trump hatte den Vertrag Yellens, die unter seinem Vorgänger Barack Obama 2014 in das machtvolle Amt gekommen war, nicht verlängert.

Erwartungen, dass die Notenbanken etwas schneller als bislang vermutet die geldpolitischen Zügel anziehen werden, haben die Staatsanleihemärkte zu Wochenbeginn erneut unter Druck gesetzt. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg bis auf 2,73 %, was dem höchsten Stand seit dem April 2014 entsprach. In Europa zogen vor allem die Renditen der Kernländer an. Für Druck sorgten Äußerungen des niederländischen Zentralbankpräsidenten und EZB-Ratsmitglieds Klaas Knot, der die EZB aufforderte, klarzustellen, wie sie ihre Anleihekäufe nach dem Ende des laufenden Programms im September so schnell wie möglich beenden werde. Es gebe keinen Grund, das Programm fortzusetzen. Die Anleihekäufe zu beenden würde Knot zufolge Spielraum dafür schaffen, damit zu beginnen, sich über Zinserhöhungen im Jahr 2019 Gedanken zu machen.

Bundes-/ Staatsanleihen

Der Renditeanstieg an den Kapitalmärkten hat sich im Wochenverlauf fortgesetzt. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten am Donnerstag bei 0,73 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Dezember 2015. Fünfjährige Schuldtitel der Bundesrepublik warfen erstmals seit Ende 2015 einen leicht positiven Zinssatz ab. Die jüngsten Auktion fünfjähriger Bundestitel (WKN: 114177) am Mittwoch, konnte deutlich profitieren. Die durchschnittliche Zuteilungsrendite betrug 0,08 Prozent und war damit in dieser Laufzeit erstmals seit dem September 2015 positiv. Am Donnerstag rentierte der Titel zwischenzeitlich bei 0,11 Prozent.

Die Kurse der Bundesanleihen gerieten im Gegenzug unter Druck. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel am auf 158,42 Punkte.

ANLEGERTRENDS

Neue zehnjährige spanische Staatsanleihe stark nachgefragt

Wenige Tage nach nachdem die Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote von Spanien angehoben hat, emittierte das südeuropäische Land eine neue zehnjährige Staatsanleihe (WKN: A19VKR) im Volumen von 10 Milliarden Euro. Die Nachfrage war mehr als viermal so groß. Der Kupon des am 30.04.2028 endfälligen Bonds beträgt 1,40 Prozent, die Zinszahlung erfolgt immer zum 30.04. Bei einem aktuellen Kurs von 99,15 rentiert das Papier bei 1,50 Prozent.

Die Emission war die größte seit vier Jahren. Die Ratingagentur Fitch hat die Bonitätsbewertung für Spanien heraufgestuft. Die langfristigen Verbindlichkeiten des südeuropäischen Landes würden nun mit “A-” nach zuvor “BBB+” benotet, teilte die US-Agentur am Freitag mit. Der Ausblick sei stabil. Damit bescheinigt Fitch Spanien eine gute bis befriedigende Kreditwürdigkeit. Ein besseres Rating geht in der Regel mit niedrigeren Kosten bei der Aufnahme von Schulden einher. Fitch begründete die Hochstufung mit der breitangelegten Wirtschaftserholung in Spanien. Die Unabhängigkeitserklärung Kataloniens habe bislang keine Auswirkungen auf die Konjunktur. Eine Abspaltung der Region sei unwahrscheinlich.

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