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Rohöl-Longs stagnieren, Gold-Longs steigen - CoT-Report

Nachrichtenquelle: Shareribs
05.02.2018, 11:21  |  787   |   |   
Washington 05.02.18 - Die spekulativen Rohstoffinvestoren haben ihre Netto-Longpositionen auf US-Rohstoffe in der letzten Woche wieder ausgeweitet. Bei Rohöl kommt die kräftige Aufwärtsbewegung aber zum Erliegen.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis zum 30. Januar, um 51,5 Prozent auf 494.354 Kontrakte ausgeweitet. Bei Gold und Silber war ein Anstieg der Netto-Longpositionen zu verzeichnen, während der Anstieg der Longs auf Rohöl knapp unter der Marke von 500.000 zum Erliegen kam. Bei den Agrarrohstoffen ging die Zahl der Short-Positionen deutlich zurück.

Laut CFTC haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen zuletzt kaum verändert, diese blieben bei 495.975 Positionen. Es zeigte sich allerdings ein Rückgang der Longs, während die Shorts ausgeweitet wurden. Die Ölpreise sind zuletzt unter Druck geraten und folgten damit den Aktienmärkten nach unten. Darüber hinaus belastete der festere US-Dollar die Notierungen. Der Greenback wurde unterstützt von der Erwartung steigender Zinsen und den guten US-Arbeitsmarktdaten. Die Förderung von Rohöl in den USA ist in der vorvergangenen Woche nur mehr leicht gestiegen, die Marke von 10 Mio. Barrel/Tag liegt aber in Reichweite. Die Analysten von Baker Hughes meldeten, dass die US-Ölproduzenten die Zahl der laufenden Förderanlagen um sechs auf 765 ausgeweitet hätten.

Gold konnte von der Korrektur an den Aktienmärkten nicht profitieren, stattdessen belastete der festere Dollar. Auf Wochensicht korrigierte Gold so stark wie seit Anfang Dezember nicht mehr. Analysten sehen aber die Möglichkeit, dass der Abverkauf an den Aktienmärkten, sollte sich dieser weiter fortsetzen, zu einem höheren Zufluss von Liquidität bei Edelmetallen führen könnte. Gleichzeitig begrenzt die Erwartung steigender Leitzinsen und Anleiherenditen das Kurspotential. Deren Anstieg wurde unterstützt von der Lohnentwicklung in den USA, die im Januar so stark war, wie seit mehr als acht Jahren nicht mehr. Damit gehen auch Inflationserwartungen einher, was dann aber wieder für einen höheren Goldpreis sprechen würde. Die Zahl der Netto-Longs auf Gold stieg um 1,3 Prozent auf 214.595 Kontrakte.

Die Zahl der Netto-Longpositionen stieg um 11,4 Prozent auf26.318 Kontrakte, bei Platin war ein Anstieg um 11,4 Prozent auf 32.201 Kontrakte zu verzeichnen. Die Zahl der Netto-Longs auf Palladium sank um 7,5 Prozent auf 23.926 Kontrakte.

Die Kupferpreise konnten sich zuletzt wieder über die Marke von 7.000 USD erholen. Eine mögliche Verengung des Angebots und die anhaltend starke globale Konjunktur unterstützen die Aussichten für das rote Metall. Unter anderem könnte sich die Angebotslage in China verschlechtern, da Peking den Import von Kupferschrott reduziert. Derweil wurde in Peru mitgeteilt, dass die Produktion im vergangenen Jahr um 3,9 Prozent auf 2,4 Mio. Tonnen gestiegen sei. Die Kupferbestände an der London Metal Exchange sind in der letzten Woche nicht weiter gestiegen. In der Vorwoche waren die Bestände dort um rund 100.000 Tonnen geklettert. Die Zahl der Netto-Longs auf Kupfer ging um 9,5 Prozent auf 55.611 Kontrakte zurück.

Bei den Agrarrohstoffen drehte sich die Stimmung. Die Zahl der Short-Positionen ist deutlich zurückgegangen. Die Trockenheit in den USA unterstützt die Weizennotierungen. Die Sojabohnen werden gestützt von den Regenfällen in Brasilien. Dennoch dürfte die Ernte dort noch über den Erwartungen des USDA liegen. Die Zahl der Netto-Shorts auf Weizen sank um 33,4 Prozent auf 96.763 Kontrakte, bei den Sojabohnen ging die Zahl der Netto-Shorts um 73,2 Prozent auf 21.849 Kontrakte zurück. Stark reduziert wurde auch die Zahl der Netto-Shorts auf Mais, welche um 40,4 Prozent auf 130.942 Kontrakte sanken.


Quelle: shareribs.com / CFTC

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