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Barnier lehnt Ideen aus London zur Zukunft nach dem Brexit ab

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
27.02.2018, 16:32  |  625   |   |   

BRÜSSEL (dpa-AFX) - EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier zeigt sich skeptisch über Ideen aus Großbritannien zu den künftigen Beziehungen zur Europäischen Union. Er teile die Ansicht, dass die Vorstellungen illusorisch seien, sagte Barnier am Dienstag in Brüssel. Rosinenpicken werde man nicht akzeptieren.

Er bezog dies auf Vorschläge aus London, nur bei einigen Wirtschaftszweigen die Regeln der EU weiter zu übernehmen und so Handelsschranken zu vermeiden, bei anderen jedoch nicht. Wie dies funktionieren soll, hat die britische Regierung noch nicht erläutert. Premierministerin Theresa May hat für Freitag eine Grundsatzrede angekündigt.

Großbritannien will die EU Ende März 2019 verlassen. Danach soll eine etwa zweijährige Übergangsphase folgen. Barnier bekräftigte, dass sowohl bei der Trennung als auch bei der Übergangsphase längst noch nicht alle Bedingungen geklärt seien. Es blieben "wichtige Streitpunkte mit dem Vereinigten Königreich". Werden sie nicht ausgeräumt, werde es keine Übergangsphase geben.

Barnier will am Mittwoch den Entwurf eines Austrittsvertrags vorlegen. Dies sei aber nur die Umsetzung einer ersten Einigung vom Dezember. "Der Vorschlag enthält keine Überraschungen", sagte Barnier./vsr/DP/jha

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