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Devisen: Euro schwankt deutlich, fällt aber kaum
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Devisen Euro schwankt deutlich, fällt aber kaum

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
05.03.2018, 13:00  |  599   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Montag im Kurs deutlich geschwankt, unter dem Strich aber nicht entscheidend an Wert verloren. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2310 US-Dollar und damit nur geringfügig weniger als am Freitagabend. Die Kursschwankungen waren mit etwa einem Cent aber recht deutlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,2312 Dollar festgesetzt.

Wichtige politische Ereignisse vom Wochenende wirkten sich am Devisenmarkt zumindest nicht unmittelbar aus. Dass die Anleger aber doch nervös sind, war auch an der Wechselkursentwicklung zu sehen. Sowohl in der Nacht auf Montag als auch im Vormittagshandel neigte der Euro zwischenzeitlich zur Schwäche. Die Verluste konnten aber recht schnell wieder aufgeholt werden.

In Deutschland stimmten die Mitglieder der SPD nach Ergebnissen vom Sonntag mehrheitlich für eine Neuauflage einer Regierung mit der Union. In Europa wurde dies erleichtert als Zeichen der Stabilität aufgenommen. In Italien brachte die Parlamentswahl das erwartete Ergebnis: Populistische Parteien erzielten zwar deutliche Stimmengewinne, eine klare Regierungsmehrheit zeichnet sich im Parlament aber nicht ab. Es deutet sich eine schwierige Regierungsbildung an.

Konjunkturdaten konnten in diesem politisch geprägten Umfeld keine große Aufmerksamkeit erlangen. Dennoch wurde mit Interesse zur Kenntnis genommen, dass sich sowohl die Einkaufsmanagerstimmung im Servicesektor der Eurozone als auch der Konjunkturindex des Sentix-Instituts eintrübten. Der Sentix-Indikator gilt aufgrund seines frühen Veröffentlichungstermins im laufenden Monat und seiner recht großen Stichprobe als guter Richtwert für die Anlegerstimmung. Sentix führte das Ergebnis auf den Protektionismus der US-Regierung zurück und sprach sogar davon, dass eine konjunkturelle Wende im Raum stehe.

Im Nachmittagshandel veröffentlicht das ISM-Institut in den USA seinen Indikator zur dortigen Einkaufsmanagerstimmung im Dienstleistungsbereich. Obwohl der Sektor wesentlich größer ist als die amerikanische Industrie, wird der Kennzahl eine geringere Bedeutung beigemessen als dem Indikator aus dem verarbeitenden Gewerbe./bgf/jsl/fba

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