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Nord Stream 2 in Deutschland genehmigt
Foto: Ozgur Guvenc - 123rf Stockfoto

Nord Stream 2 in Deutschland genehmigt

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
27.03.2018, 14:06  |  830   |   |   

HAMBURG/GREIFSWALD (dpa-AFX) - Der Bau der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2 ist im gesamten Abschnitt der deutschen Ostsee genehmigt. Nach dem Bergamt Stralsund erteilte auch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie die Genehmigung für den Bau in den Gewässern der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Dem Bau im 31 Kilometer langen AWZ-Abschnitt stünden weder Belange der Schifffahrt noch der Meeresumwelt entgegen, teilte die Behörde am Dienstag in Hamburg mit.

Nachdem das Bergamt bereits im Januar den Bau in den küstennahen Gewässern erlaubt hatte, liegen mit dem BSH-Bescheid alle in Deutschland erforderlichen Genehmigungen vor. Die Gazprom -Tochter, die im Frühjahr in den deutschen Gewässern mit dem Bau der insgesamt 1200 Kilometer langen Pipeline beginnen will, begrüßte die Entscheidung: "Wir freuen uns, dass nunmehr alle notwendigen Genehmigungen für den insgesamt 85 Kilometer langen deutschen Trassenabschnitt vorliegen", sagte Nord-Stream-Manager Jens Lange.

Im Genehmigungsverfahren sei nachgewiesen worden, dass die Pipeline dazu beitrage, die künftige Versorgungslücke in Europa teilweise zu verkleinern und mehr Wettbewerb in den EU-Gasmarkt zu bringen. Zudem habe das Verfahren nachgewiesen, dass die Pipeline umweltverträglich gebaut werden könne.

Diese von Nord Stream 2 angeführten Argumente bezweifelt der Umweltverband Nabu. Er hatte Anfang März Klage beim Oberverwaltungsgericht Greifswald gegen die Bergamt-Genehmigung eingereicht, will den Baustart zudem mit einer einstweiligen Verfügung verhindern./mrt/DP/mis

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Kommentare

. / TASS /. Gazprom schließt nicht aus, dass Europa möglicherweise neue Gaspipelines für Gaslieferungen aus Russland benötigt, sagte der stellvertretende CEO des Gasunternehmens, Alexander Medvedev, mit dem TV-Sender "Rossiya 24".

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"Wenn Europa seine Bedürfnisse festlegt und bereit ist, die erforderlichen Verträge zu unterzeichnen, schließe ich nicht aus, dass neue Gastransportprojekte benötigt werden: zum Beispiel die
Nord Stream 3", sagte Medwedew. "Die Situation kann sich so entwickeln", fügte er hinzu.

Mehr:
http://tass.com/economy/1001510
28.03.2018 - 09:10 Uhr - Thorsten Küfner - Redakteur
Gazprom: Nächstes Etappenziel erreicht

"Es dürfte spannend bleiben, ob Gazprom Nord Stream 2 wirklich planmäßig umsetzen kann. Letztendlich sind die Aussichten für Gazprom dank der guten Perspektiven in Asien aber ohnehin gut. Die Bewertung ist nach wie vor sehr günstig."

http://www.deraktionaer.de/aktie/gazprom--naechstes-etappenz…

Nun sollte der Kurs das endlich wiedergeben. :rolleyes:
....Afghanistan nicht anders.
Während die Taliban Mitte/Ende der 90er immer mehr Landesteile eroberten, verhandelte der "Westen" mit ihnen über ein Pipelineprojekt durch Afghanistan.
Die Taliban sicherten zu, diese zu verwirklichen, sobald diese die Macht in Afghanistan bekommen.
Als die Taliban dann die Macht inne hatten, änderten Sie ihr vorhaben und lehnten die Pipeline ab.
Das machte die Taliban vom Partner zum Feind.
Ein Kriegsgrund musste her.Den Rest kennen wir wohl alle.
"War on Terror".

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