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Teva – Warren Buffet steigt ein

Gastautor: Daniel Saurenz
16.04.2018, 07:00  |  1229   |   |   

NESTLETeva gehört zu den zehn weltweit führenden Hersteller für Arzneimittel und ist der größte Hersteller von Generika. Trotz roter Zahlen im Geschäftsjahr 2017 und Stellenstreichungen investierte der Großinvestor Warren Buffet in das unterbewertete Unternehmen. Interessierte Anleger schauen sich den Discounter VL8PP3 an…Teva Pharmaceutical Industries Ltd ist ein globale agierendes Pharmaunternehmen. Es ist einer der zehn weltweit führenden Hersteller von Arzneimitteln und der weltweit größte Hersteller von Generika. Laut Forbes Global 2000 gehört es 2017 zu den 500 größten börsennotierten Unternehmen der Welt. Teva ist in über 70 Ländern mit circa 57.000 Mitarbeitern tätig und ist auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Arzneimitteln wie Spezialtherapeutika, Generika, rezeptfreie Medikamente und Arzneistoffen spezialisiert. Zu Teva Deutschland gehört beispielsweise Ratiopharm.

Neuer Restrukturierungsplan

Teva‘s Umsatz lag 2017 bei USD 22,4 Mrd.. Dies entspricht einem leichten Anstieg von 2% gegenüber 2016. Dem steht jedoch für denselben Zeitraum ein Jahresverlust von USD 16 Mrd. gegenüber. Herausforderungen waren Abschreibungen im US-Generikageschäft, der massive Preisdruck und die hohe Schuldenlast aufgrund der Übernahme von Actavis. CEO Kåre Schultz schätzt daher nur einen Umsatz von USD 18,3 – 18,8 Mrd. für das Jahr 2018. In ihrer Pressekonferenz im Februar 2018 präsentierte TEVA deshalb einen neuen Restrukturierungsplan um die Ausgabenstruktur um USD 3 Mrd. zu senken. Dieser beinhaltet u.a. eine erneuerte Organisationsstruktur, weltweiter Personalabbau von 14.000 Mitarbeitern und die Schließung von 12 Produktionsstätten.

Buffet investiert in Teva

Trotz Stellenstreichungen und einem Jahresverlust, ist Großinvestor Warren Buffet in Teva eingestiegen, da für ihn das unterbewertete Unternehmen ein attraktives Investment und eine Turnaround-Spekulation darstellt. Bekannte Pharmaunternehmen wie Novartis und Merck benötigen viel Kapital für die Forschung. Bei Teva sind Aufwände für Forschung und Entwicklung vergleichsweise geringer, da er als weltweit größter Generikahersteller lediglich Kopien für bereits bekannte Arzneimittel herstellt. Zudem möchte Teva durch die Übernahme von Actavis Generics sein Generikageschäft noch weiter ausbauen, da das Unternehmen in dieser Sparte seinen größten Umsatz generiert. Die Akquisitionskosten von über USD 40 Mrd. stellen zwar kurzfristig eine Belastung für die Bilanz dar, könnten jedoch weitere Umsatzgewinne nach sich ziehen.

Quelle: Vontobel, eigene Recherche

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