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Über 4 % Dividendenrendite! Die Sonne scheint kräftig, die Erträge sprudeln gewaltig!

Gastautor: Volker Glaser
20.04.2018, 00:19  |  1444   |   |   

Steven de Proost, CEO der 7C Solarparken AG, hält was er verspricht. Schon vor längerer Zeit hat der Chef des Bestandshalters von Solarparks mittelfristig die Auszahlung einer Dividende in Aussicht gestellt. Nun ist es soweit. Wie uns De Proost im Hintergrundgespräch mitteilt, soll der Hauptversammlung eine Dividende von 10 Cent je Aktie vorgeschlagen werden. Auf Basis eines Kurses von 2.40 Euro je Aktie errechnet sich immerhin eine stramme Dividendenrendite von über 4 %.

Das Unternehmen hat in den letzten Jahren den Bestand an Solarparks nach und nach ausgebaut. Damit erzielt die Gesellschaft gute Cashflows. Aktuell beläuft sich der Bestand an Solarparks auf Dachanlangen und Freiflächen auf ein Volumen von 132 Megawatt. „Unser Ziel bis Ende 2019, ist ein Portfolio im Volumen von 200 Megawatt aufzubauen. Für dieses Jahr ist unser Ziel, den Bestand auf 150 Megawatt zu erweitern“, sagt De Proost. Die Basis, diese Vorgabe in 2018 zu erreichen ist sehr gut. Das Unternehmen hat den Geschäftsbereich Projektentwicklung der Amatec übernommen. Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt 7C Solarparken die insgesamt 55 Megawatt große Projektpipeline, von der 15 Megawatt nahezu baureif sind, sowie eine Bestandsanlage mit 0.75 Megawatt. Zudem hat sich der Firmenchef eine Kaufoption für 3 Bestandsanlagen sowie Grundstücke im Volumen von 3 Hektar für Photovoltaikanlagen gesichert. Im Zusammenhang mit dem geplanten Wachstum aus der Übernahme der Amatec-Projektentwicklung hat 7C ein Schuldscheindarlehen im Volumen von 25 Mio. Euro abgeschlossen. Das Geld will De Proost nutzen, um den Bestandsausbau auf 150 Megawatt zu erreichen. Aus der Übernahme erwartet er ein Projektvolumen von ca. 15 Megawatt in diesem Jahr. Mit dem eigenen Deal-Flow sollen weitere 5 bis 10 Megawatt hinzukommen. Damit wäre das Ziel von 150 Megawatt bis Jahresende erreicht. Das Schöne: Eine weitere Kapitalerhöhung ist somit für diesen Ausbau nicht notwendig. „Mit dem Geld aus dem Schuldscheindarlehen ist unser Plan finanziert“.

In einem 2. Schritt will das Unternehmen den Bestand auf 200 Megawatt im nächsten Jahr ausbauen. Dazu prüft De Proost mehrere Optionen. Möglich ist dieser Sprung durch einen Zukauf oder Transaktionen mit einem Co-Investor. Alternativ könnte 7C Solarparken auch Solarparks für Dritte managen und damit den Bestand als Asset-Manager ergänzen. „Asset Management von Solarparks ist für institutionelle Investoren sehr interessant“. Wir gehen davon aus, dass De Proost auch diese Vorgabe einlöst und den Bestand bis Ende 2019 entsprechend ausweitet.

Das Jahr 2017 ist im Rahmen der Erwartungen verlaufen. Das 1. Halbjahr 2017 hat sich sehr stark entwickelt. In der 2. Jahreshälfte war das Q4 allerdings alles andere als gut. „Der Monat November war wohl einer der schlechtesten November überhaupt. Im Ergebnis führt das Q4 dazu, dass 2017 insgesamt ein normales Jahr war, und wir unsere Ziele wie geplant erreicht haben“, so De Proost. Das EBITDA für 2017 soll sich nach unseren Berechnungen auf 28.5 Mio. Euro belaufen. Hierbei ist ein Sondereffekt von rund 1 Mio. Euro berücksichtigt. Bereinigt um diesen Effekt beläuft sich das EBITDA auf 27.5 Mio. Euro. Abzüglich Abschreibungen von 17.5 Mio. Euro stellt sich das EBIT auf ca. 11 Mio. Euro. Die Zinslast liegt bei 6 Mio. Euro und die rechnerische Steuerquote bei 25 %. Aufgrund von satten Verlustvorträgen ist die tatsächliche Steuerlast gering. Der Netto-Cashflow, EBITDA abzüglich Zinsen, wird sich auf mindestens 21.5 Mio. Euro einpendeln. Der freie Cashflow wird von Darlehenstilgungen von 16 bis 18 Mio. Euro pro Jahr beeinflusst, und wird abzüglich dieser Zahlung direkt wieder investiert. Auf Basis des EBITDA von 27.5 Mio. Euro will De Proost diese Kennzahl in 2018 weiter ausbauen. Bei einem Bestand von 150 Megawatt errechnet sich ein EBITDA von mindestens 32 Mio. Euro für 2019. 2018 wird sich diese Kennzahl bei 29 bis 30 Mio. Euro bewegen.

Das Unternehmen entwickelt sich insgesamt erfreulich. An der Börse wird das Unternehmen mit rund 110 Mio. Euro kapitalisiert. Wir hatten die Aktie einst bei Kursen von 1.30 Euro entdeckt. Seit über einem Jahr bewegt sich das Papier allerdings bei einem Kurs von 2.40 Euro im Wesentlichen seitwärts. Die nächste Aufwärtsbewegung könnte bald anstehen und die Aktie aus ihrer langen Seitwärtsbewegung ausbrechen. Eine Übernahme des eigenen Unternehmens sieht De Proost derzeit nicht mehr. „Wir verfolgen das nicht aktiv, und ich halte das derzeit auch für unwahrscheinlich. Unser Fokus liegt im Ausbau auf 200 Megawatt. Dann haben wir eine gute Größe erreicht und schauen danach weiter“. In etwas schwierigen Zeiten dürfte die Aktie von 7C Solarparken als defensiver Wert wieder stärker gefragt sein. Wir raten erneut zum Kauf des Papiers mit einer Dividendenrendite von über 4 %.

www.vorstandswoche.de

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Kommentare

Du hättest nur dann Recht, wenn der Strom auf wundersame Wiese kostenlos wäre...:rolleyes:

Sollte der Strompreis stattdessen steigen oder wenigstens so bleiben wie jetzt, sprudeln die Gewinne hier weiter - und zwar ohne Zinsbelastungen oder dergleichen. Dann wären die Anlagen reine Cash Cows.
Das Problem bei diesem Wert ist doch die laufende Wertminderung der Anlagen.

Nach Ablauf der Einspeisevergütung ist der Krempel nix mehr wert. Auf dem freien Strommarkt dürften dann keine auskömmlichen Renditen möglich sein. Zugleich ist das Kapital quasi verzehrt.
Die Dividende soll in vollem Umfang aus dem steuerlichen Einlagenkonto im Sinne des § 27 KStG (nicht in das Nennkapital geleistete Einlagen) geleistet werden, sodass die Auszahlung ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag erfolgt und damit für inländische Aktionäre nicht der Besteuerung unterliegt.

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10465542-dgap-a…

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