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NorthCapital Holding erhält von Insolvenzverwalterin Schmudde (White & Case) den Zuschlag für die Starz-Gruppe

Nachrichtenagentur: news aktuell
23.04.2018, 18:26  |  941   |   |   
Schwabhausen (ots) - Im Rahmen ihrer M&A-Strategie hat die
NorthCapital Holding ApS heute den führenden Produzenten von
Kabelsätzen für Spezialfahrzeuge, die Starz-Gruppe, übernommen. Das
Unternehmen musste Mitte Januar Insolvenz anmelden. Grund dafür waren
u.a. Investitionen in China, die hohe finanzielle Vorleistungen
erforderten. Der Geschäftsbetrieb in Deutschland ist hingegen
unverändert weiter operativ profitabel.

Die NorthCapital Holding ApS ist eine internationale
Investmentgesellschaft mit Sitz in Kopenhagen. Sie operiert
schwerpunktmäßig in den Bereichen Edelsteine, Öl und Gas. Sie
investiert aber auch in Unternehmen des Finanz- und
Produktionsbereiches. So hat sie heute im Zuge ihrer Merge &
Akquisition-Strategie die Starz-Gruppe mit Sitz in Großräschen in
Brandenburg nebst ihren ausländischen Gesellschaften in Europa,
Nordafrika und China übernommen. Die in wirtschaftliche Schieflage
geratene Unternehmensgruppe fertigt und entwickelt Kabelstränge,
Steuerelektrik und Bedienpulte für Sonderfahrzeuge, insbesondere für
Bau-, Land- und Forstmaschinen, aber auch Kommunal- und
Feuerwehrfahrzeuge.

"Wir investieren hier in ein Unternehmen, das im Kern profitabel
ist. Der Bekanntheitsgrad und der exzellente Ruf der Starz-Gruppe bei
den namhaften, internationalen Industriekunden, aber auch der
attraktive Standort in der Nähe von Cottbus sind gute
Voraussetzungen, dass Geschäftsvolumen und die Ertragskraft wieder
nachhaltig zu steigern. Für Finanzinvestoren, die wie wir eine
Buy-and-Build-Strategie verfolgen, also hochattraktiv!", meint Werner
Schmidt, Group CEO der NorthCapital Holding ApS.

Die Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde, Rechtsanwältin und
Partnerin der Kanzlei White & Case, stimmt dem zu:"Ich habe nach
einer intensiven Investorensuche im In- und Ausland mit der
NorthCapital Holding einen Investor für die Starz-Gruppe gefunden,
der sämtliche Standorte der Gruppe erhalten wird. Hierdurch wird der
Gruppe und ihren Mitarbeitern eine verdiente zweite Chance gegeben.
Ein Gewinn auch für die Lausitz."

Rechtsanwältin Schmudde hatte bereits unmittelbar nach der
Einleitung des Insolvenzverfahrens und ihrer Bestellung zur
vorläufigen Insolvenzverwalterin mit der internationalen Suche nach
finanzstarken Investoren für die Starz-Gruppe mit ihren
Gesellschaften in Deutschland, Polen, Tunesien und China begonnen.

Der Geschäftsbetrieb der insolventen Starz GmbH aus Großräschen,
die rund 170 Mitarbeiter beschäftigt, lief unterdessen vollumfänglich
weiter. Die weiteren Gesellschaften der Starz-Gruppe - Starz Polska,
Mecsy Tunisie, Starz Wiring System Ltd. Co. - waren von der Insolvenz
nur indirekt über ihre Muttergesellschaft in Deutschland betroffen.

Die Starz - Gruppe, die zu den führenden Produzenten von
Kabelsträngen für Sonderfahrzeuge gehört, hat weltweit insgesamt ca.
720 Mitarbeiter - zwei Drittel davon arbeiten in der Produktion.

Neben ihrem Firmensitz in Brandenburg betreibt sie auch
Produktionsstätten im Ausland. Gerade beim Aufbau der chinesischen
Tochtergesellschaft kam es zu hohen finanziellen Belastungen, die
durch das sonst profitable Kerngeschäft nicht mehr aufgefangen werden
konnten.

Über die Höhe des Kaufpreises wurde zwischen den Beteiligten
Stillschweigen vereinbart. Bedingt durch die hohen
Liquiditätsabflüsse nach China, kam es zu einer Liquiditätskrise der
Starz-Gruppe, die schließlich zur Stellung des Insolvenzantrages
Mitte Januar 2018 führte.

Das Branchenumfeld, in dem sich die Starz-GmbH positioniert, steht
vor strukturellen Herausforderungen. Die Spezialfahrzeug-Branche hat
sich in den letzten Jahren stark konsolidiert. Das hat dazu geführt,
dass die Starz-Gruppe mit ihren Top-10 Kunden den ganz überwiegenden
Teil ihres Umsatzes generiert. Hinzu kommt, dass der
Automatisierungsgrad bei der Produktion von Kabelsträngen sehr gering
ist, also Personalkosten in der Herstellung gerade am Standort
Deutschland hoch sind. Im Zeitalter der Digitalisierung kommen
Herausforderungen in der Organisationsentwicklung hinsichtlich
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