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Marktkommentar: Dylan Ball (Franklin Templeton): Symmetriepolitik
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Marktkommentar Dylan Ball (Franklin Templeton): Symmetriepolitik

Nachrichtenquelle: Asset Standard
25.04.2018, 12:05  |  858   |   |   

Möglichkeiten für eine Anpassung an ein volatileres Marktumfeld

Es ist nicht überraschend, dass die im ersten Quartal 2018 verzeichnete Rückkehr von Volatilität an den Aktienmärkten für eine gewisse Bestürzung unter Anlegern gesorgt hat. Dylan Ball, Head of European Equity Strategies der Templeton Global Equity Group, lässt sich hiervon jedoch nicht aus dem Konzept bringen.

Dylan Ball umreißt, wie er seine Strategie an die seiner Meinung nach normalere Volatilität angepasst hat: indem er nämlich auf tiefgreifendes Aktienresearch setzt und dabei die Risiko-Ertrags-Dynamik niemals aus dem Auge lässt.

Die ungewöhnlich niedrige Volatilität 2017 könnte dem ein- oder anderen Anleger ein trügerisches Gefühl von Sicherheit vermittelt haben.

Nachdem die Anfang Februar und Ende März verzeichneten extremen Marktschwankungen jedoch eine Rückkehr zu historisch eher als normal einzustufenden Volatilitätsniveaus signalisiert haben, stellt sich für Anleger nun die Frage, wie sie ihren Ansatz am besten an das neue Umfeld anpassen können.


Grafik: Market Volatility

Eine Alternative zu Derivaten

Wenn es um den Umgang mit Volatilität geht, greifen einige Aktienfonds auf den Derivatemarkt zurück, um sich gegenüber Kursverlusten abzusichern. So kann ein Anlageverwalter beispielsweise Verkaufsoptionen (Put-Optionen) einsetzen, um das Verlustpotenzial zu beschränken und die bereits erzielten Renditen zu schützen. Verkaufsoptionen bieten ihrem Inhaber das Recht, nicht jedoch die Pflicht, eine vorgegebene Menge eines zugrundeliegenden Wertpapiers innerhalb eines festgelegten Zeitraums zu einem bestimmten Preis zu verkaufen. Der Kauf einer Put-Option spiegelt eine pessimistische Einschätzung des Wertpapiers dar, da hierbei ein Rückgang des Marktkurses erwartet wird.

Diese Art der Versicherung hat jedoch ihren Preis, und auch wenn Derivate gegebenenfalls Schutz vor einem Kursverfall bieten, so können sie doch auch das Gewinnpotenzial aufzehren.

Unserer Einschätzung nach bietet sich für langfristig ausgerichtete Anleger eine weitere Möglichkeit zur potenziellen Steuerung von Volatilität: die Anwendung fundamentaler Ertragsanalysen, um diejenigen Ideen ausfindig zu machen, die ein asymmetrisches Verhältnis von Aufwärts- und Abwärtspotenzial bieten.


Attraktives Aufwärtspotenzial, beschränktes Verlustpotenzial

Allgemein betrachtet bietet das Anlageuniversum zahlreiche Unternehmen, die attraktives Aufwärtspotenzial bieten – Aktien, die überdurchschnittliche Renditen liefern könnten. Das Problem ist, dass die meisten dieser Titel ein symmetrisches Verlustpotenzial aufweisen: die Chance auf überdurchschnittliche Verluste ist genauso hoch.

Bei der Zusammenstellung unserer Portfolios suchen wir nach Unternehmen, bei denen wir ein asymmetrisches Risikoprofil vorfinden, d.h. bei denen beispielsweise das Aufwärtspotenzial doppelt oder dreimal so hoch ist wie das Verlustrisiko.

Aktien mit einem solchen Risikoprofil lassen sich natürlich nicht ohne weiteres ausmachen.  Also müssen wir die Ärmel hochkrempeln und unsere Analyse auf so viele Aktien wie möglich anwenden.


Drei Analysekategorien

Hierfür schlüsseln wir unsere Erwartungen hinsichtlich des Aufwärtspotenzials in drei Kategorien auf: Ertragswachstum, Neubewertung und Kapitalrendite (einschließlich von Dividenden). In jedem Fall setzen wir für die Betrachtung einen Fünf-Jahres-Horizont an.

Für die Verlustanalyse verfolgen wir einen ähnlichen Ansatz. Wir untersuchen das Potenzial für einen Gewinneinbruch, einen Rückgang der Bewertungen auf das niedrigste bislang verzeichnete Niveau oder Kapitalaufzehrung durch eine Dividendenkürzung oder eine Bezugsrechtsemission während der nächsten zwölf Monate.

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