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Drei Dinge, die du zur Neuordnung von SDAX, MDAX und TecDAX wissen solltest

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
08.08.2018, 08:23  |  214   |   |   

Anleger, die sich gerne in der zweiten Reihe umschauen, finden unter den deutschen Indizes schon seit Längerem eine gut sortierte Auswahl. Wer kleinere oder mittelgroße Unternehmen bevorzugt, der kann sich den SDAX oder MDAX mit einem geeigneten ETF ins Depot holen. Techies greifen selbstverständlich zum TecDAX.

Im Vergleich zum allseits bekannten DAX war die zweite Reihe in letzter Zeit eine außergewöhnlich gute Wahl. In den vergangenen fünf Jahren legte der SDAX um 102 % zu, der MDAX um 83 % und der TecDAX um sage und schreibe 187 %. Der DAX konnte im selben Zeitraum lediglich einen Wertzuwachs von 49 % verbuchen (Stand für alle Kurse: 03.08.2018).

Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser krassen Leistungsunterschiede soll es demnächst zu einschneidenden Umwälzungen bei der Zusammensetzung von SDAX, MDAX und TecDAX kommen. Initiator dieser Neuordnung ist die Deutsche Börse.

Die bisherige Unterteilung des Marktes in ein Classic-Segment und ein reines Tech-Segment soll aufgegeben werden. Stattdessen wird es ab dem 24. September 2018 deutlich bunter im SDAX, MDAX und TecDAX.

1. Freiheit für die Techies

Die Neuordnung dürfte den Tech-Werten gelegen kommen. Denn Unternehmen des Technologiesektors, die bisher ausschließlich im TecDAX zu finden waren, dürfen künftig auch in den MDAX und in den SDAX aufgenommen werden.

Die TecDAX-Prominenz, insbesondere Wirecard (WKN:747206) und United Internet (WKN:508903), wird diese neue Freiheit zu schätzen wissen. Denn in MDAX und SDAX haben vermutlich auch Anleger investiert, die sich bislang nicht in den TecDAX getraut haben.

Die Umgewöhnung dürfte sich für MDAX-Fans als unkompliziert erweisen. Denn es befinden sich bereits Rocket Internet (WKN:A12UKK) und Zalando (WKN: ZAL111) im MDAX. Zwei Unternehmen, die meiner Auffassung nach eindeutig dem Tech-Sektor zuzuordnen sind.

Aber es könnte auch Verlierer geben. Unternehmen, die schon jetzt eine geringe Gewichtung im MDAX haben, könnten durch die Neuzugänge aus dem TecDAX verdrängt werden.

2. Big Boys in den TecDAX

Warum die Deutsche Telekom (WKN:555750), SAP (WKN:716460) oder Infineon (WKN:623100) nicht Teil des TecDAX sind, war mir schon immer ein Rätsel. Genau das soll sich jetzt ändern. Mit der Neuordnung kommen endlich auch die Schwergewichte der Tech-Szene in den TecDAX.

Warum auch nicht? Apple (WKN:865985) ist schließlich auch Mitglied in mehreren Indizes. Der Tech-Gigant befindet sich sowohl im S&P 500 Index als auch im NASDAQ 100 Technology Sectory Index. Und was könnte größer sein als Apple? Nicht zuletzt seit dem Knacken des Rekords von einer Billion US-Dollar Marktwert ist Apple der Big Boy schlechthin (Stand: 03.08.2018).

3. Mehr Platz in SDAX und MDAX

Wem es im MDAX oder SDAX schon immer zu beengt war, kann sich freuen. Künftig soll die Zahl der Unternehmen im MDAX von 50 auf 60 steigen, im SDAX von 50 auf 70. Die Anzahl der Unternehmen im TecDAX soll unverändert bleiben.

Diese Änderung dürfte vor allem ETF-Anbieter beschäftigen. Sofern diese den jeweiligen Index physisch abbilden, müssen demnächst vermutlich die Aktien der Aufsteiger und Neuzugänge von den ETF-Anbietern auf dem Markt erworben werden. Ob die Vergrößerung im Einzelnen signifikante Auswirkungen auf die Kostenstruktur der ETFs nach sich ziehen wird, sollten investierte Anleger in den nächsten Monaten scharf beobachten.

MDAX mit Tech-Werten? Gerne!

Auf mich wirkt die Neuordnung wie ein Schritt in die richtige Richtung. Die scharfe Trennung zwischen Classic-Segment und Technologie-Segment ist meiner Ansicht nach nicht mehr zeitgemäß.

Insbesondere die Anhänger von MDAX und SDAX sollten Grund zur Freude haben. Durch die Neuzugänge aus dem TecDAX sollte sich das Portolio automatisch um ein gutes Stück diversifizieren. Anleger, die bereits in einen der beiden Indizes investiert haben, erhalten somit mehr Marktbreite frei Haus.

Natürlich hat auch das seinen Preis. Eine Wirecard dürfte mit einem KGV von über 38 (2017) den durchschnittlichen KGV des MDAX deutlich nach oben ausbrechen lassen. Die meisten MDAX-Fans dürften sich aber vermutlich eher auf die Rendite der Wirecard-Aktie freuen. In den letzten fünf Jahren verteuerte die sich nämlich um mehr als 600 % (Stand: 03.08.2018).

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