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Marktkommentar: Dr. Daniel Hartmann (BANTLEON): Zinserhöhungen der EZB kommen spät –und dürften schnell vorbei sein
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Marktkommentar Dr. Daniel Hartmann (BANTLEON): Zinserhöhungen der EZB kommen spät –und dürften schnell vorbei sein

Nachrichtenquelle: Asset Standard
08.08.2018, 09:35  |  969   |   |   

Nimmt man die Taylor-Regel oder andere Indikatoren zum Massstab, hätte die EZB den Leitzins schon längst anheben müssen.

Die Federal Reserve hat die Leitzinsen mittlerweile auf fast 2,00% gehievt. Die EZB ist davon noch weit entfernt. Immerhin ist inzwischen ein erster Plan zum Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik präsentiert. Im Dezember wird das Anleihenkaufprogramm aller Voraussicht nach beendet. Die Leitzinsen sollen indes noch bis zum Ende des nächsten Sommers auf dem aktuell tiefen Niveau gehalten werden. im Plus liegen. Ist dies ein realistisches Szenario?


Auf Basis dieser Angaben ist an den Finanzmärkten derzeit ein extrem später und flacher Leitzinserhöhungszyklus eingepreist. Erst Ende 2020 dürften demnach die Leitzinsen wieder im Plus liegen. Ist dies ein realistisches Szenario?

Nimmt man die Taylor-Regel oder andere Indikatoren (Outputlücke, Konjunkturbarometer) zum Massstab, hätte die EZB den Leitzins schon längst anheben müssen. Die Notenbank will aber diesmal auf Nummer sicher gehen und erst handeln, wenn die Inflation bereits nachhaltig steigt.

Aus unserer Sicht sollte Mitte 2019 das Umfeld gegeben sein, um den Leitzinserhöhungszyklus zu starten. Die EZB dürfte dann sogar aggressiver vorgehen, als die Finanzmärkte derzeit vermuten. Allerdings werden die Währungshüter in Frankfurt nicht weit kommen. Schliesslich ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass spätestens 2020/2021 die Weltwirtschaft einen scharfen Abschwung erlebt. Statt geldpolitischer Straffungen sind dann wieder monetäre Impulse gefragt. Die Diskussionen um neue QE-Programme und Helikopter-Geld werden somit schneller auf die Tagesordnung zurückkehren als es allen lieb ist.

Lesen Sie hier die ausführliche Analyse "Zinserhöhungen der EZB kommen spät –und dürften schnell vorbei sein“, von Dr. Daniel Hartmann, Chefvolkswirt bei BANTLEON.

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