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Euro/USD in der Defensive

Gastautor: Daniel Saurenz
07.09.2018, 07:00  |  324   |   |   

Euro_Geld_ueberpruefung_von_banknoten_2Die Gemeinschaftswährung blieb am Donnerstag zurückhaltend. Fundamental drückten die schwachen Auftragseingänge der deutschen Industrie auf den Euro. Charttechnisch verliert die Aufwärtsdynamik an Schwung.  Am Freitag stehen bereits die US-Arbeitsmarktdaten an. Sollte die Beschäftigungssituation in den USA sich weiterhin freundlich präsentieren, könnte dies den Dollar weiter stärken und den Euro damit belasten. Anleger greifen zum Turbo-Bull VN5L4W oder Bear ST09XP

Wir blicken auf die Analyse der IG-Experten…

Schwache Auftragseingänge in der deutschen Industrie

Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind im Juli wegen einer schwächeren Nachfrage aus dem Ausland im Juli um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken. Erwartet wurde hingegen ein Anstieg um 1,8 Prozent, nach einem Rückgang um 4,0 Prozent im Juni.

Die aktuelle Geldpolitik der US-Notenbank (FED) spricht für den US-Dollar. Marktteilnehmer rechnen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass die US-Leitzinsen angehoben werden. Die Stärke der Wirtschaft der USA, zuletzt bestätige vom ISM PMI, deutet aktuell sehr klar für einen weiteren Zinsschritt des FOMC. Die am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden Zahlen zur Lage am Arbeitsmarkt dürften die Politik der FED bestätigen. Die Arbeitsmarktsituation in den USA sollte sich auch weiterhin positiv entwickeln. 

Die Verluste zu Beginn des Monats August konnten von Mitte August aus rasch wieder zurückgewonnen werden. Nachdem der Boden bei 1,13 USD gebildet worden und das untere Keltner-Band bei 1,1431 USD auf Schlusskursbasis überwunden ist, bestätigte sich der Aufwärtstrend. Der RSI bestätigte dies unter anderem auch, indem er sein Zweimonatshoch testete. Das aktuelle Kursniveau liegt im Bereich den sich die Europäische Zentralbank (EZB) wünscht. Der heute um 14:15 Uhr (MEZ) bekanntgegebene Referenzkurs liegt bei 1,1582 US-Dollar. In diesem Bereich befinden sich auch bedeutende charttechnische Marken. Zunächst bildet der aktuelle Referenzkurs der EZB eine Unterstützungslinie, die von den Bullen derzeit überwunden werden konnte. Darüber hinaus konnte der Kurs das in unmittelbarer Nähe liegende 23,60-%-Fibonacci-Retracement bei 1,1599 US-Dollar und das mittlere Keltner-Band bei 1,1598 USD an sich reißen. Dies deutet zunächst auf einen weiteren Marsch gen Norden. Doch die Dynamik im Euro lässt nach. Der RSI konnte bis dato nicht die 51er-Marke überschreiten. Derzeit testet der Oszillator diese bullische Zone. Sollte er hier dran scheitern könnte es wieder abwärts gehen. Eine Übernahme der Marke würde den aktuellen bullischen Trend bestätigen.

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