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DAX Point & Figure DAX erzeugt mächtiges Verkaufssignal

Gastautor: Klaus Buhl
13.09.2018, 10:59  |  831   |   |   

DAX bildet Verkaufssignal der Point and Figure Technik

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

die Ferienzeit ist beendet und an den Börsen zieht das Handelsvolumen wieder an.
Häufig etablieren sich im Spätsommer neue Trends an den Märkten oder schon bestehende verstärken sich. Insbesondere im DAX und in Europa, aber auch in China und den Schwellenländern wurde dies in der vergangenen Woche mit einer Serie von 6 Verlusttagen in Folge unangenehm deutlich.
Entsprechend sieht es so aus, als würde der September seinem Ruf als schwächster Monat des Jahres vollkommen gerecht werden.
Für den vielbeachteten Leitindex DAX jedenfalls verstärkt sich das Risiko einer negativen charttechnischen Gipfelbildung massiv.
Da aber Kursprognosen an den Börsen ein äußerst undankbares Geschäft sind, vor dem wir uns alle  hüten sollten, bringen wir lieber möglichst viele Wahrscheinlichkeiten auf unsere Seite.
Eine Möglichkeit dazu liefert der statistisch messbare durchschnittliche Verlauf des DAX in einem (US) Zwischenwahljahr. In einem solchen befinden wir uns, da die Amerikaner Anfang November einen neuen Kongress wählen und bereits jetzt schlägt der Wahl-kampf hohe Wellen und verunsichert die Anleger. Neben den verschiedenen geopolitischen und konjunkturellen Risiken fürchten sich die Börsianer vor allem vor dem drohenden Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Trump und der daraus folgenden Unsicherheit.

Interessantes DAX- Tief in Aussicht?

Die folgende Grafik zeigt Ihnen den durchschnittlichen Verlauf des DAX in einem so genannten Zwischenwahljahr.
Die sogenannten Zwischenwahljahre sind statistisch betrachtet im vierjährigen Präsidentschaftszyklus die schwächsten, was sowohl für den DAX als den S & P 500 Index gilt.

Bitte beachten Sie insbesondere die durchschnittliche schwache Entwicklung von Mitte August bis Anfang Oktober. Entsprechend befinden wir uns jetzt in der schwächsten Zeit des Jahres und müssen bis Mitte Oktober mit weiteren unangenehmen Überraschungen rechnen.
Wegen der kräftigen Konsolidierung im Februar „passt“ die bisherige durchschnittliche Jahresentwicklung für den DAX nur tendenziell und nicht exakt für die einzelnen Monate. Während die US- Indizes seit Jahresbeginn leichte Kursgewinne verbuchen konnten und seitwärts tendieren, liegt der DAX etwa 1.300 Punkte oder  9% im Hintertreffen.
Verantwortlich dafür ist der starke Kursrutsch im Februar und die dann folgende überproportional starke Erholung.
Spannend wird es nun zu beobachten, wie sich die deutschen Aktien in den kommenden gefürchteten Wochen schlagen werden. Falls sich der DAX am durchschnittlichen Verlauf orientiert, müssen wir mit einer Verschärfung der Konsolidierung rechnen.

Bitte bedenken Sie aber, dass es sich hierbei weder um eine Regieanweisung noch um ein Drehbuch handelt. Trotzdem sollten wir Anleger möglichst viele Wahrscheinlichkeiten hinter unseren Investitionen versammeln.
Interessant und profitabel sind die Zwischenwahljahre aber trotzdem, was an dem ausgeprägten lokalen Tief Anfang Oktober liegt. Dieses ist nämlich der Tiefpunkt im Präsidentschaftszyklus und grundsätzlich eine sehr gute Einstiegsgelegenheit.
Von diesem Tief bis zum mutmaßlichen Hoch am Ende des kommenden Wahljahres 2020 liegt eine durchschnittliche Wegstrecke einer fast unglaublichen Performance von gut 70 % an der Nasdaq. Aber Achtung, dieser Höhenflug impliziert natürlich auch ein mehr oder weniger tiefes Tal im aktuellen Herbst des Zwischenwahljahres, also in den kommenden Tagen und Wochen.
Triftige Gründe und Risiken dafür sind aktuell natürlich leicht zu finden…

Der innere Markt deutet dennoch auf das Bullenlager

Obwohl wir uns in der ungünstigsten Jahreszeit für uns Anleger befinden und es viele Argumente gibt, den üblichen Crash-Propheten zu folgen und sich nervös seinen Aktien zu trennen, ist die Lage mal wieder besser als die Stimmung.  Jedenfalls an der US-Börse, die von den Investoren weltweit als Leitbörse akzeptiert wird.

Die folgende Grafik zeigt Ihnen den wichtigsten Risikoindikator für den marktbreiten S & P 500, den sogenannten „Bulliah Percent Index“. Hierbei handelt es sich nicht um ein Timing- Instrument, sondern um einen Risikoindikator. Die Grafik zeigt Ihnen die Relation derjenigen im S & P 500 Index enthaltenen Aktien, die auf einem definierten Kaufsignal der P & F Technik notieren. Im Augenblick sind dies etwa 58 %.

Oberhalb von 70 % befindet sich die überhitze Zone, unterhalb von 30 % die überverkaufte, wo Sie grundsätzlich die besten Kaufgelegenheiten finden- meist natürlich genau dann, wenn Sie es sich nicht vorstellen können.

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