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Geldanlage Wie richtig in Aktien investieren?

Gastautor: Stephan Witt
13.09.2018, 21:47  |  411   |   |   

An der Wall Street haben wir vor Kurzem den längsten Bullenmarkt überhaupt erlebt. Noch nie gab es eine so lange Phase der steigenden Kurse wie in den letzten Jahren seit 2009. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von starken Aktientiteln.

Doch nach wie vor sind nur die wenigsten Deutschen auch in Aktien investiert, so dass der Aufschwung an vielen Sparern in Deutschland vorbeigegangen ist. Dabei ist die Geldanlage in Aktien meist gar nicht so kompliziert und gefährlich, wie vielen Sparer denken. Wer mit dem Gedanken eines Aktienkaufs spielt, sollte wichtige Punkte beachten:

Zunächst ist zu entscheiden, wie groß der Anteil von Aktien im Depot sein soll. Dies hängt vor allem von der eigenen Risikobereitschaft ab. Aktuell bieten Aktien nach wie vor eine gute Rendite im Vergleich zu den anderen gängigen Assets, daher sollten Aktien nicht unterrepräsentiert sein. Mit weniger als zehn wird es da schon schwer.

Andererseits sollte auch nie zu sehr in nur eine Richtung investiert werden. Wer also mehr als 50 Prozent in Aktien investiert, erhöht unnötig das Klumpenrisiko. Ein guter Richtwert für Einsteiger liegt bei 20 bis 25 Prozent des Gesamtvolumens. Ebenfalls sollte man nie nur auf ein Pferd setzen, sondern das Kapital auf mehrere Titel verteilen, um einen gewissen Grad an Diversifikation zu erhalten. Sind es hingegen zu viele, verliert man schnell den Überblick. Empfehlenswert ist eine Anzahl zwischen fünf und zehn Aktien für den Anfang. Diese sollten sich jedoch nicht alle in einer Branche befinden, damit das Depot nicht zu sehr mit einer Sparte korreliert.

Entscheidend für den Erfolg einer Anlagestrategie ist natürlich die Wahl der richtigen Aktien. Es gibt bei der Analyse von Aktien eine Vielzahl an Kennwerten, die alle mehr oder weniger etwas über den Zustand der Aktie aussagen. Besonders für Neulinge ist dies oftmals verwirrend und abschreckend, sodass man sich hier für den Anfang nur auf wenige gängige Zahlen (wie bspw. Kurs-Gewinn-Verhältnis, Dividendenrendite oder Cash-Flow-Rate) konzentrieren sollte. Man muss sich nicht perfekt mit einem Unternehmen auskennen, um die Zukunftsaussichten beurteilen zu können.

Grundsätzlich sollten Unternehmen gewählt werden, die man kennt und von denen man auch erwartet, dass diese in der Zukunft ihre Marktstellung nicht verlieren werden. Empfehlenswert sind hier bekannte Unternehmen aus dem DAX.

Wer sich bei der Wahl unsicher ist oder nicht die Zeit hat regelmäßig die Kurse zu überprüfen, sollte eher bei Aktienfonds beginnen. Dabei gibt es ein großes Angebot hinsichtlich der investierten Titel, Risikoklasse oder des Managements. Wer nicht alles auf einmal investieren möchte, kann auch vorerst klassisch in einen Rentenfonds investieren und durch monatlich Sparraten aus dem Rentenfonds in einen Aktienfonds investieren.

So gewöhnt man sich im Laufe der Monate an einen steigenden Aktienanteil im Portfolio und kann dennoch jederzeit flexibel eingreifen, sollte es notwendig sein. Der Vorteil liegt auch darin, dass der Sparer nach Abschluss wenig Zeit für den Sparplan benötigt, da dieser sozusagen von alleine läuft. So eignet er sich bspw. auch für minderjährige. Darüber hinaus profitiert der Inhaber vom Cost-Average-Effekt. Das bedeutet, dass in Zeiten, wo der Kurs für die Anteile niedrig entsprechend mehr Anteile gekauft werden, welche dann, wenn der Kurs sich wieder erholt, einen kleinen Hebeleffekt bewirken.

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