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3 Aktien, die die besten Investoren der Welt jetzt kaufen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
23.09.2018, 08:00  |  830   |   |   

Es kann eine schlaue Idee sein, Aktien für sich zu entdecken, indem man den Käufen von erfolgreichen Milliardären folgt. Vor allem, wenn es sich dabei um Aktien handelt, die über längere Zeit derartige Renditen erzielt haben, die den Gesamtmarkt schlagen.

Also haben wir mal drei unserer Experten hier befragt, welche Aktie bei erfolgreichen Investoren gerade in der Gunst steht, aus welchem Grund das so ist und ob es eine gute Idee ist, es den Profis gleichzutun. Als Tipps bekamen wir so United Technologies (WKN:852759), PG&E (WKN:851962) und Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) zugespielt.

Zwei Milliardäre, eine Aktie, ein Motiv

Neha Chamaria (United Technologies): Wenn milliardenschwere Investoren investieren, schaffen sie eine noch einmal größere Attraktivität für die betreffende Aktie. Dann nehmen sie eine aktivistische Position ein und streben eine Umstrukturierung eines großen Unternehmens an, meist getrieben von ihrer Überzeugung, dass dies den Aktionärswert nach oben treiben wird. Eher selten hingegen sieht man zwei große Investoren, die mit gleicher Getriebenheit große Anteile an ein und derselben Aktie aufbauen. Genau das aber passiert gerade bei United Technologies.

Der Hedgefonds des Milliardärs Bill Ackman, Pershing Square Capital, hat in den letzten Quartalen schnell eine Position bei United Technologies aufgebaut. Ackman hält nun rund 4,5 Millionen Aktien des Industriekonzerns, der drei große Segmente betreibt: Aerospace Systems und Pratt & Whitney-Triebwerke, Otis-Aufzüge sowie Klima, Steuerung und Sicherheit. Mit Stand 30. Juni 2018 machte United Technologies 9,78 % der Anteile von Pershing Square aus.

United Technologies hat auch den aktivistischen Investor Dan Loeb auf sich aufmerksam gemacht. Im letzten Quartal 2017 initiierte sein Hedgefonds Third Point eine „bedeutende Beteiligung“ an der Gesellschaft. Mit Stand 30. Juni machten die United-Aktien 6,62 % des Portfolios von Third Point aus.

Sowohl Ackman als auch Loeb drängen United Technologies zur Spaltung. In ihren jeweiligen Investorenbriefen betonte Ackman, dass die Aktie kein besonders starkes Luft- und Raumfahrtgeschäft widerspiegelt, während Loeb betonte, wie eine Aufteilung in drei eigenständige Geschäftsbereiche United helfen sollte, sein volles Potenzial zu entfalten.

Diese Investoren haben nicht völlig Unrecht. Es gibt gute Argumente dafür, dass sich United Technologies aufspalten sollte, obwohl man auch sagen muss, dass das Unternehmen bereits auf soliden Füßen steht. Fürs Erste scheint es, dass das Management eher früher als später den von Ackman und Loeb geforderten Weg beschreiten wird. Bei United Technologies wird es also interessant werden, also am besten ein wachsames Auge drauf haben.

Der Hedgefonds, dem Value-Investoren folgen sollten

Tyler Crowe (PG&E): Ich bin normalerweise abgeneigt, einfach so Hedgefonds hinterherzukaufen. Vor allem, weil ich skeptisch bin, dass sie in einem Zeithorizont denken, der meinem eigenen oder anderen Privatinvestoren ähnlich ist. Meistens heißt es von ihrer Seite, dass sie „Wert freisetzen“ wollen. Das bedeutet in der Regel, dass sie das Unternehmen aufspalten, Spinoffs starten oder massive Rückkaufpläne vorhaben, um schnellstmöglich Geld zu verdienen.

Einer der wenigen Hedgefonds, denen ich folge, ist jedoch die Baupost Group von Seth Klarman. Anstatt sich wie andere aktivistisch zu betätigen, zieht Klarman es vor, diese Aktien über einen längeren Zeitraum zu halten. Sein Ansatz ähnelt eher einem Anlagestil, den Privatanleger verfolgen können, und im Vergleich zu vielen anderen in der Branche hat er eine beneidenswerte Erfolgsbilanz.

Obwohl Klarman kürzlich gesagt hat, dass es aufgrund der hohen Bewertungen derzeit nicht viele Möglichkeiten gibt, ist er dennoch in den kalifornischen Strom- und Erdgasversorger PG&E eingestiegen. Im vergangenen Jahr ist die Aktie um mehr als 33 % gesunken, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, seine Dividende auszusetzen, und es gab berechtigte Befürchtungen, dass das Unternehmen wegen „Unsicherheit in Bezug auf Ursachen und potenzielle Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den außergewöhnlichen Waldbränden vom Oktober 2017 in Nordkalifornien“ in Konkurs gehen könnte. Dies führte dazu, dass der Buchwert von PG&E deutlich unter dem von anderen Versorgungsunternehmen lag.

Seitdem wird die kürzlich in Kalifornien verabschiedete Gesetzgebung jedoch die Haftung von PG&E im Zusammenhang mit diesen Waldbränden begrenzen und sicherstellen, dass das Unternehmen Kapital aufbringen kann, das durch erwartete Zinserhöhungen gedeckt ist. So sollen die notwendigen Investitionen in die Verbesserung der Infrastruktur getätigt werden. Dies reduziert das Kreditrisiko von PG&E drastisch und könnte aufgrund der garantierten Zinserhöhungen im Laufe der Zeit sogar zu hohen Erträgen führen.

Es ist nichts für schwache Nerven, Klarman in eine solche Situation zu folgen. Dies ist eindeutig eine außergewöhnliche Situation bei einem angeschlagenen Versorgungsunternehmen. Für diejenigen, die nach einer einfachen, billigen Versorger-Aktie suchen, der wahrscheinlich irgendwann in der Zukunft wieder eine Dividende zahlen wird, ist PG&E jedoch einen Blick wert.

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