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4 Tipps für sinnvolles Investieren im Ruhestand

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
05.10.2018, 10:00  |  969   |   |   

Du wirst oft hören, dass es sich lohnt, während der Arbeitsjahre aggressiv zu investieren, um rechtzeitig vor der Pensionierung genügend Vermögen aufzubauen. Doch was, wenn du tatsächlich im Ruhestand bist? Hier sind ein paar Tipps für die Verwaltung eines Portfolios in deinen goldenen Jahren.

1. Sei nicht zu konservativ

Als allgemeine Regel gilt: Sobald du älter bist, ist es ratsam, einige Investitionen von riskanteren Anlageformen wie Aktien auf sicherere wie Anleihen zu verlagern. Aber das bedeutet nicht, dass du alle deine Aktien aufgeben solltest. Warum? Aktien haben in der Vergangenheit eine deutlich höhere Rendite erzielt als Anleihen. Obwohl sie mehr Risiko tragen, werden sie auch mehr Rendite bringen und dir dabei helfen, mit der Inflation im Ruhestand Schritt zu halten.

Denk daran, dass die Menschen heutzutage länger leben, wobei 25 % der heutigen 65-Jährigen es über das Alter von 90 Jahren hinaus schaffen. Daher musst du deine Ersparnisse in einer Weise investieren, die auch im Ruhestand das Wachstum fördert, und Aktien sind dafür gut geeignet.

Natürlich willst du auch nicht zu sehr auf Aktien setzen, denn wenn der Markt dann einbricht, wenn du dir einen großen Teil deiner Ersparnisse auszahlen lassen musst, wirst du ernsthafte Verluste erleiden. Achte vielmehr auf eine gesunde Mischung aus Aktien und Anleihen. Die klassische Formel für den Ruhestand ist 40 % Aktien und 60% Anleihen. Doch wenn du nicht besonders risikoscheu bist oder Grund zu der Annahme hast, dass du ein längeres Leben führen wirst, dann ist eine 50/50 Aufteilung sicherlich sinnvoll.

2. Sichere dir deinen Anteil an Zins- und Dividendenerträgen

Es gibt ein paar Möglichkeiten, wie du mit Aktien Geld verdienen kannst: Verkaufe die Aktien zu einem Kurs, der höher ist als der, den du dafür bezahlt hast, oder behalte sie und kassiere Dividenden. Ebenso kannst du von Anleihen profitieren, indem du sie zu einem höheren Preis als den, für den du sie gekauft hast, verkaufst oder sie hältst und Zinszahlungen kassierst.

Während Anleihen in der Regel verzinst werden (Ausnahme sind Nullkupon-Anleihen), leisten nicht alle Aktien Dividendenzahlungen. Aber wenn du solche wählst, die Dividenden zahlen, kann dir das in Zeiten der Marktvolatilität einen gewissen Schutz bieten. Wenn du dich für Unternehmen entscheidest, die in der Lage sind, fortlaufend Dividenden zu zahlen, können diese Einnahmen alle potenziellen Verluste ausgleichen, wenn du einmal gezwungen bist, zu einem schlechten Zeitpunkt zu verkaufen.

3. Sei steuerbewusst

Ein großes Missverständnis im Hinblick auf den Ruhestand ist, dass ältere Menschen hinsichtlich Steuerzahlungen aus dem Schneider sind. Dem ist nicht so. So wie du während deiner Arbeitsjahre auf Kapitalerträge besteuert wirst, so wirst du auch im Ruhestand auf diese Weise besteuert — vorausgesetzt, deine Investitionen werden in einem traditionellen Depot gehalten. Eine gute Möglichkeit, diese Steuern zu minimieren, sind US-Kommunalanleihen.

Kommunalanleihen funktionieren ähnlich wie Unternehmensanleihen. Sie zahlen zweimal im Jahr Zinsen und geben deine Kapitalanlage zurück, sobald ihre Laufzeit abgelaufen ist. Du zahlst zwar Steuern auf die Zinsen, doch Kommunalanleihen sind immer von den Bundessteuern befreit.

4. Behalte dein Portfolio im Auge

Unabhängig von deinem Alter ist es nie ratsam, einen „set it and forget it“-Ansatz für dein Portfolio zu wählen. Achte vielmehr darauf, deine Investitionen regelmäßig zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie nicht nur wie erwartet verlaufen, sondern auch deinen Bedürfnissen entsprechen.

Möglicherweise musst du dein Portfolio regelmäßig neu ausrichten, um sicherzustellen, dass du deinen gewünschten Mix aus Aktien und Anleihen beibehältst (wobei du bedenken musst, dass du bestimmte Wertpapiere im Laufe der Zeit verkaufen kannst oder dass sich ihre Werte aufgrund der Marktbedingungen ändern können, wodurch sich das Ausmaß, in dem sie dein Portfolio beeinflussen, ändert). Natürlich bedeutet das nicht, dass du verrückt werden und täglich sogar monatlich nachsehen musst. Doch es ist klug, alle drei Monate dein Portfolio zu überprüfen, entweder allein oder mit Hilfe eines vertrauenswürdigen Finanzberaters.

Nur weil du im Ruhestand bist, bedeutet das nicht, dass du keinen Gedanken daran verschwenden solltest, zu investieren. Sei klug bei der Verwaltung deines Vermögens, und mit etwas Glück wird es dir in deinen goldenen Jahren ein gutes Auskommen verschaffen.

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