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3 Dinge, die jeder Investor aus dem Aufstieg und Fall von Tilray lernen sollte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
07.10.2018, 20:25  |  1874   |   |   

Eine Zeit lang schien es, als ob für Tilray (WKN:A2JQSC) nichts schief gehen konnte. Die kanadische Marihuana-Aktie stieg im August um 184 %. Sie schoss weitere 228 % zwischen dem 1. und 19. September in die Höhe. Keine andere Aktie auf dem Markt war so heiß wie Tilray. Und dann ging ihr der Dampf aus.

Letzte Woche begab sich Tilray auf eine Tauchfahrt, die noch nicht abgeschlossen ist. Innerhalb von nur drei Werktagen verlor das Unternehmen die Hälfte seiner Marktkapitalisierung. Einige Investoren haben wahrscheinlich immer noch viel Geld mit Tilrays Rally verdient. Andere, die inmitten des Wahnsinns an Bord sprangen, verloren wahrscheinlich viel Geld. Aber unabhängig davon, ob du diese Cannabis-Aktien gekauft hast oder nicht, gibt es drei Dinge, die jeder Investor aus dem Aufstieg und Fall von Tilray lernen kann.

1. Behalte die Geschäftsperspektiven immer im Blick.

Die wahrscheinlich wichtigste Lektion von allem ist, die Geschäftsperspektiven immer fokussiert im Blick zu behalten. Auf lange Sicht ist der Besitz einer Aktie der Besitz eines Teils eines Unternehmens. Tilrays Aktien waren definitiv nicht mehr mit den Geschäftsaussichten des Unternehmens in Einklang zu bringen.

Es ist nicht so, dass Tilray keine großartigen Geschäftsaussichten hätte. Das Unternehmen sollte ein großer Gewinner auf Kanadas Freizeitmarihuana-Markt sein, der am 17. Oktober 2018 eröffnet werden soll. Tilray hat bereits Lieferverträge mit mehreren Provinzen und Territorien abgeschlossen. Das Unternehmen erhöht seine Produktionskapazitäten massiv, um die Nachfrage auf dem Inlandsmarkt und den schnell wachsenden internationalen Märkten für medizinisches Marihuana zu decken.

Aber wenn es irgendeinen Zweifel gab, dass die Kursgewinne von Tilray nicht zur Realität der Geschäftsaussichten passten, hätte ein Vergleich mit Canopy Growth (WKN:A140QA) die Angelegenheit lösen können. Beide Unternehmen haben die gleichen Wachstumschancen vor sich. Aber Canopy hat eine größere Produktionskapazität, mehr Geld und eine enge Beziehung zu einem großen Hersteller alkoholischer Getränke, die Tilray derzeit nicht hat. Trotz all dem zog Tilrays Marktkapitalisierung an der von Canopy vorbei. Das war ein deutliches Zeichen für eine Abkopplung zwischen den Geschäftsaussichten von Tilray und dem zugehörigen Aktienkurs.

2. Sei skeptisch gegenüber großen Kursbewegungen ohne einen klar ersichtlichen Treiber.

In den letzten Wochen gab es mehrere Tage, an denen der Aktienkurs von Tilray sprunghaft anstieg, ohne dass es zu neuen Entwicklungen kam. Wenn es keinen klaren Kurstreiber hinter einer großen Bewegung gibt, ist es angebracht, skeptisch zu sein.

Zugegeben, manchmal können Aktien schnell höher steigen, wenn große institutionelle Investoren im Laufe der Zeit große Aktienpakete kaufen. Dies erzeugt einen Aufwärtsdruck für den Aktienkurs. Und es ist sicherlich eine positive Sache, wenn eine Aktie institutionelle Unterstützung erhält.

Auf der anderen Seite können nahezu parabolische Kursgewinne wie die von Tilray oft das Ergebnis eines so genannten „Short Squeeze“ sein. Bei Tilray gab es große Short-Positionen und die Liquidität der Aktie ist begrenzt. Kombiniere diese beiden Faktoren mit einer kleinen positiven Nachricht, und du erhältst die Art von Szenario, die wir bei Tilrays epischem Aufstieg gesehen haben. Leerverkäufer begannen, ihre Positionen zu decken, als die Aktie abhob, was dazu beitrug, die Kurse immer noch weiter zu steigern. Aber als dieser Eindeckungs-Prozess abebbte, begann Tilray abzutauchen.

3. Untersuche genau die Faktoren, die hinter den großen Aktienbewegungen stehen.

Manchmal scheinen die Faktoren hinter großen Aktienbewegungen offensichtlich zu sein. So war es zum Beispiel sinnvoll, dass Marihuana-Aktien, einschließlich Tilray, nach oben sprangen, als Gerüchte aufkamen, wonach Coca-Cola (WKN:A1C56R) mit Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) über eine Partnerschaft sprechen könnte. Dass Tilrays CEO auf CNBC erscheint und über die Perspektiven der Cannabisindustrie spricht, ist auch eine Sache, die einer Aktie oft einen Schub geben kann.

Aber selbst wenn es ziemlich klar ist, was die Kurstreiber sind, ist es immer eine gute Idee, diese Faktoren genau zu untersuchen. So hätten sich die Investoren beispielsweise fragen sollen, ob es durch Tilrays enorme Marktkapitalisierung für das Unternehmen mehr oder weniger wahrscheinlich geworden ist, einen wichtigen Partner außerhalb der Cannabisindustrie zu gewinnen. Es besteht die reale Möglichkeit, dass dies die Wahrscheinlichkeit einer großen Beteiligung (wie derjenigen von Constellation Brands (WKN:871918) in Canopy Growth) verringern könnte.

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