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Anlegerverlag Infineon: Dieses „bearish engulfing pattern“ sagt mehr als 1000 Worte

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
13.11.2018, 11:50  |  555   |   |   

Ein Blick auf den Chart der Infineon-Aktie (ISIN: DE0006231004) ermöglicht es in der Tat, die Analyse kurz zu halten. Eine gewaltige rote Kerze dominierte den Wochenstart. Sie war die Reaktion auf die Quartalsbilanz, die der Chiphersteller am Montag vorlegte und mit der das am 30.9. beendete Geschäftsjahr 2017/2018 abgeschlossen wurde. Besser gesagt: Sie war die Reaktion auf die Perspektive für das jetzt angelaufene Geschäftsjahr 2018/2019.

Das Sommerquartal war fraglos gut gelaufen, die Erwartungen der Analysten wurden leicht überboten. Und eigentlich war das, was Infineon als Perspektive für das neue Geschäftsjahr ausgab, nicht schlecht: Umsatzwachstum zwischen 9 und 13 Prozent, leichte Verbesserung der Gewinnmarge auf 18 Prozent. Wenn man sich ansieht, wie deutlich die Aktie in den vorangegangenen Monaten gefallen war, hätte das eigentlich Käufe auslösen müssen. Was es auch hat – anfänglich. Die Aktie startete ja 4,4 Prozent im Plus. Warum aber dann dieser Abverkauf, der am Ende zu einem Minus von etwa 7,8 Prozent führte?

 

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Es mag an den Zukäufen des Unternehmens liegen, an den höheren Rückstellungen in Bezug auf das Qimonda-Schadensersatzverfahren oder daran, dass man fürchtet, dass das derzeitige Umfeld diese Prognose schwer erfüllbar macht. Aber die Marktteilnehmer sahen vor allem eines: Die fehlende Begeisterung unter den Analysten. Ganze elf Analysten senkten in den 24 Stunden nach der Präsentation der Bilanz und des Ausblicks ihre Kursziele. Davon liegen zwar fast alle noch über dem aktuellen Kursniveau. Aber der Eindruck war natürlich vernichtend.

Und so startete die Aktie im Plus, endete im Minus, hüllte mit dieser riesigen roten Kerze den Kerzenkörper des Vortages komplett ein, was zu einem „bearish engulfing pattern“ im Candlestick Chart führte. Und obendrein hatte der Kurs damit fast punkgenau an der Juni-Abwärtstrendlinie nach unten gedreht und die zuvor gehaltene 20-Tage-Linie gebrochen, während der hier mit eingeblendete Stochastik-Oszillator ein Verkaufssignal generierte. Allzu viel mehr „good news“ für die Bären geht nicht. Was auch indiziert, dass der eher zaghafte Versuch, da noch etwas zu kitten, keine allzu große Chance hat, die Basis eines neuen Aufwärtsimpulses zu werden, auch, wenn diese heutige Gegenreaktion noch ein Stückchen weiter nach oben führen könnte.

 

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