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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Wenig verändert nach Erholungsrally am Mittwoch
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ROUNDUP/Aktien New York Schluss Wenig verändert nach Erholungsrally am Mittwoch

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
29.11.2018, 22:39  |  901   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach ihrer Erholungsrally am Vortag haben die US-Börsen am Donnerstag leicht nachgegeben. Damit endete die dreitägige Gewinnserie vorerst, die dem Dow Jones Industrial zur Wochenmitte noch den kräftigsten Tagesgewinn seit Ende März beschert hatte.

Der Leitindex an der Wall Street gab um 0,11 Prozent auf 25 338,84 Punkte nach. Am Mittwoch hatte der Dow noch mit plus 2,5 Prozent von Hoffnungen profitiert, dass die US-Notenbank (Fed) im kommenden Jahr eine Zinsanhebungspause einlegen könnte. Auslöser waren Aussagen von Fed-Präsident Jerome Powell gewesen, wonach es ein Jahr oder mehr dauern könne, bis die Wirkungen der Zinserhöhungen sichtbar würden. Powells Aussagen wurde nun durch das Fed-Protokoll untermauert. Dort wurde ein klares Signal für eine vom Markt erwartete Leitzinsanhebung im Dezember gegeben. Zugleich gab es aber auch Hinweise auf ein mögliches Auslaufen der Zinserhöhungen.

Höhere Zinsen werden zwar als Beleg für optimistische Konjunkturerwartungen der Währungshüter gesehen. Sie schmälern aber zugleich die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren wie etwa Anleihen. Die Inflationsdaten an diesem Tag für den Monat Oktober passten zudem in das von der Fed gewünschte Bild: Die Kernrate, die schwankende Preiskomponenten wie Energie ausklammert, fiel auf 1,8 Prozent.

Der marktbreite S&P 500 sank am Donnerstag um 0,22 Prozent auf 2737,80 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,30 Prozent ein auf 6892,40 Zähler.

Aktuell warten die Marktteilnehmer schon wieder auf das nächste wichtige Ereignis, denn am Freitag beginnt der G20-Gipfel in Buenos Aires. Dort dürften sich US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping über den Zollkonflikt zwischen beiden Ländern unterhalten.

Unter den Einzelwerten im Dow gaben Intel einen Teil ihrer jüngsten Erholungsgewinne wieder ab und verloren am Index-Ende nun 2,4 Prozent. McDonald's erreichten kurz nach dem Handelsstart mit einem Aufschlag von 1,6 Prozent ein Rekordhoch bei 190,88 US-Dollar. Dann bröckelte das Plus ab und betrug zum Handelsschluss 0,8 Prozent. Favorit im Index waren zugleich die Boeing-Aktien mit plus 2,7 Prozent.

Die an der New Yorker Börse gelisteten Anteilsscheine von Fiat Chrysler büßten 0,7 Prozent ein. Der Autobauer will künftig kräftig in Italien investieren. Um in den dort zu wenig ausgelasteten Werken künftig wieder mit voller Mannschaft produzieren zu können, sollen zwischen 2019 und 2021 mehr als fünf Milliarden Euro in die Hand genommen werden. Diese sollen vorrangig in den Ausbau der Produktion von Elektro- und Hybridautos fließen, wie Fiat in Turin mitteilte.

Ernüchterung machte sich unter den Aktionären des Autovermieters Hertz breit. Der deutsche Konkurrent Sixt hatte zuvor Meldungen über eine mögliche Übernahme dementiert. Die Titel, die am Mittwoch noch um rund sieben Prozent nach oben gesprungen waren, gaben diese Gewinne nun wieder vollständig ab und fielen zudem noch ein wenig tiefer. Letztendlich stand ein Minus von etwas mehr als 11 Prozent zu Buche.

Dagegen ging es für die Altria -Papiere um 1,8 Prozent nach oben, womit sie ihre kräftigen Gewinne am Mittwoch ausbauten. Der Marlboro-Hersteller erwägt laut einem Zeitungsbericht einen Einstieg in die E-Zigaretten-Firma Juul. Die Unternehmen seien in Gesprächen über eine Minderheitsbeteiligung, auch wenn kein unmittelbarer Abschluss bevorstehe, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider.

Die Anteile des PC- und Druckerherstellers HP Inc gaben vor der Bekanntgabe der Geschäftsjahreszahlen 2017/18 um 2,4 Prozent nach.

Am US-Rentenmarkt gewannen richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen 8/32 Punkte auf 100 25/32 Punkte und rentierten mit 3,03 Prozent. Der Euro zeigte sich zum Börsenschluss an der Wall Street mit 1,1388 Dollar wenig verändert im Vergleich zum Referenzkurs. Die Europäische Zentralbank hatte diesen zuvor auf 1,1387 (Mittwoch: 1,1284) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8781 (0,8862) Euro./ck/she

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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