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Die 10 größten Tech-IPOs des Jahres 2018: Gewinner und Verlierer

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
04.01.2019, 10:00  |  593   |   |   

Die Technologiebranche dominiert weiterhin unter den Börsengängen, mit 36 von 184 im vergangenen Jahr. Da die Kurse seit dem 1. Oktober um fast 20 % gefallen sind, wurden auch die Bewertungen von Tech-IPOs gesenkt. Selbst das erfolgreiche Zscaler verlor im November in nur zwei Wochen ein Viertel seines Wertes, bevor die Aktie den größten Teil davon zurückgewann.

Die größten Technologie-IPOs im Jahr 2018 (nach aufgenommenen Mitteln) haben sich meist nicht so positiv entwickelt wie einige der kleineren Emissionen, die auf den Markt kamen. Die Top 10 sind unten in der Reihenfolge der Angebotsgröße aufgeführt; die Renditen werden ab dem Angebotsdatum des jeweiligen Unternehmens berechnet:

Unternehmen Angebot Menge Angebotspreis aktueller Kurs Veränderung in %
Pinduoduo (WKN:A2JRK6) 1,6  Mrd. USD 19 21,30 USD 12,1 %
Dropbox (WKN:A2JE48) 756 Mio. USD 21 19,75 USD -6 %
DocuSign 629 Mio. USD

 

29 37,48 USD 29,2 %
Pivotal Software 555 Mio. USD 15 14.99 USD 0 %
Bilibili 483 Mio. USD 11.50 13.71 USD 19,2 %
Ceridian HCM (WKN:A2JHZH) 462 Mio. USD  22 31,97 USD 45,3 %
Solarwinds (WKN:A0NHPY)  375 Millionen 15 12.35 -17.7%
Plural  311 Millionen 15  19,01 26,7%
Anaplan  264 Mio. 17  24,41 43,6%
Elastic (WKN:A2N5RS) 252 Mio. USD 36 USD 62,87  Mindestwert 74,6%

Der Kleinste steht ganz oben

Der kleinste der 10 größten Tech-IPOs ist derjenige, der die besten Ergebnisse erzielt hat. Elastic ist ein Big-Data-Unternehmen, das die Suchkonnektivität hinter einigen der größten Namen in verschiedenen Technologiebereichen unterstützt, darunter Tinder von Match.com, Rideshare-Apps Uber und Lyft sowie der Lebensmitteldienst Instacart. Obwohl es ein Viertel seines Wertes verlor, nachdem es mit fast 84 US-Dollar pro Aktie seinen Höchststand erreicht hatte, übertraf Elastic immer noch den Rest der Top 10, mit einem Plus von fast 75 %.

Ceridian HCM hat seit dem Börsengang mit einer Rendite von über 45 % die zweitbeste Performance erzielt. Das Unternehmen im Bereich „Human Capital Management“ ist ein weiterer Akteur hinter den Kulissen, der Lohn- und Gehaltsabrechnungen für die Top-Unternehmen in der Gig Economy übernimmt. Das ist entscheidend, denn die nahezu sofortige Bereitstellung von Mitteln für unabhängige Auftragnehmer ist ein wichtiger Bestandteil dieser Art von Unternehmen.

Der größte Tech-IPO, die chinesische Social-E-Commerce-Plattform Pinduoduo, hat nach dem Börsengang Ende Juli nur 12 % zugelegt, obwohl sie im Lauf des Jahres um rund 60 % auf ein Hoch von 30 US-Dollar pro Aktie gestiegen war. Pinduoduo unterscheidet sich von konkurrierenden E-Commerce-Anbietern wie JD.com, indem es den Käufern ermöglicht, ihre Social-Media-Kontakte als „Shopping-Teams“ einzubinden, um einen niedrigeren Preis für einen Artikel zu erzielen und ein interaktiveres Einkaufserlebnis zu schaffen.

Andererseits …

Die schlechteste Leistung der Gruppe bringt Aktie von SolarWinds, die nichts mit erneuerbaren Energiequellen zu tun hat, sondern Informationstechnologie-Verwaltungssoftware für Unternehmen wie Accenture und Chevron zur Verfügung stellt. Der gesamte IPO-Prozess von SolarWind war enttäuschend. Ursprünglich sollte die Aktie in einem Bereich von 17 bis 19 US-Dollar liegen und der Börsengang rund 756 Millionen US-Dollar einbringen. Doch als die Börse im Oktober fiel und alle Gewinne des Jahres zunichte machte, war SolarWinds gezwungen, sich von seinen ehrgeizigen Plänen zu verabschieden.

Der andere große Technologie-IPO, der sich im negativen Bereich befindet, ist der führende Cloud-Speicher-Anbieter Dropbox. Wie ein großer Teil des Marktes wurde auch Dropbox von externen Sorgen gebeutelt, aber von wenigen, die sich tatsächlich auf das eigene Geschäft des Unternehmens beziehen. Abgesehen von Berichten, dass Investoren wie George Soros und der Hedgefonds Jana Partners alle ihre Aktien verkauft haben, ist das Unternehmen nach wie vor solide und hat in den letzten 12 Monaten 329 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Infolgedessen muss Dropbox – im Gegensatz zu einigen anderen Tech-IPOs — nicht bald Geld von externen Quellen einsammeln.

Zur Erinnerung

Tech-Aktien sind in der Regel volatiler als Unternehmen in etablierten Branchen, und da der Sektor vor dem Zusammenbruch des Marktes einen großartigen Lauf hatte, ist es nicht überraschend, dass es ihn auch so hart erwischt hat.

Das macht die einzelnen Tech-Aktien, die 2018 an die Börse gingen, nicht zu einer schlechten Wahl. Aber es deutet darauf hin, dass die Anleger Vorsicht walten lassen sollten, da die starken Einbrüche und Rückschläge, die wir im Dezember gesehen haben, häufiger auftreten können und dabei den Launen des Marktes folgen.

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