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Lieferprobleme Stillstand der Audi-Bänder in Ingolstadt: "Wir fahren auf Sicht"

28.01.2019, 14:00  |  18942   |   |   

In Ingolstadt, dem langjährigen Stammsitz des Autobauers Audi, wird zurzeit nicht produziert. Grund ist ein Streik in Ungarn.

Am Montag und Dienstag stünden die Produktionsbänder komplett still, sagte heute ein Firmensprecher laut "Reuters". Das bedeutet, dass tausende von Audi-Autos nicht fertiggestellt werden können. Es fehlen die Motoren für die Fahrzeugproduktion, da ein Streik im ungarischen Motorenwerk die Lieferkette unterbricht. Das Audi-Werk in Neckarsulm soll von den Lieferschwierigkeiten nicht betroffen sein. Dort seien bis Mitte dieser Woche genug Motoren gelagert.

Grund für das Fehlen der Motoren in Ingolstadt ist ein Streik in der Motorenfabrik im ungarischen Györ. Der Streik begann vergangenen Donnerstag in der letzten Woche und soll eine Woche dauern. Györ ist der Standort der größten Motorenfabrik im Konzern. Das Werk beliefert auch Volkswagen. Noch scheint nicht klar, wie es in Ingolstadt weitergehen soll. Es käme auf die Verhandlungen in Györ an. "Wir fahren auf Sicht", meinte ein Audi-Sprecher.

In Ungarn verlangt die Gewerkschaft, dass die Löhne der Beschäftigten um 18 Prozent angehoben werden. Damit solle das Lohnniveau an das von anderen Fabriken in Ost- und Mitteleuropa angeglichen werden. Audi bot zuletzt einen Aufschlag um zehn Prozent an, weitere zehn Prozent sollten dann im Januar 2020 folgen, so das "manager magazin".

Audi hat seit 1993 fast sechs Milliarden Euro in das Motorenwerk in Györ investiert. In 2017 wurden dort 105.000 Autos gebaut und fast zwei Millionen Motoren. Zum 31. Dezember 2017 waren dort 12.307 Angestellte unter Vertrag.

Bei Audi sanken zuletzt die Zahlen der verkauften Autos. Ein Grund dafür ist, dass Audi bei der Umstellung auf den WLTP-Abgasmess-Standard hinterherhinkt und deshalb viele Modelle nicht ausliefern kann. Durch Umsatzsteigerungen und Kostensenkungen soll das Betriebsergebnis von 2018 bis 2022 um insgesamt rund 15 Milliarden Euro wachsen, so ein Audi-Sprecher.

Quellen:

Reuters

manager magazin

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