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Steinhoff Untersuchungsausschuss beschäftigt sich mit Steinhoffinvestment.

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
30.01.2019, 08:22  |  1289   |   |   
SDAX | Steinhoff: Untersuchungsausschuss beschäftigt sich mit Steinhoffinvestment.

Gestern fand in Südafrika eine Anhörung statt, um die Umstände der Investionen der Public Investment Corporation (Pensionsfonds für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in Südafrika) in Aktien derSteinhoff International Holdings NV (ISIN: NL0011375019) zu klären.

Ein früheres Vorstandsmitglied der PIC, Frau Claudia Manning, bestätigte, dass es ein Fehler war, derartig hohe Beteiligungen an Steinhoff zu erwerben: "One can make good investment decisions and not good decisions, and in hindsight, we got it wrong."  Sie verwies aber auch darauf, dass die Entscheidung ausführlich im Anlagekomitee besprochen wurde und die Anlageentscheidung einstimmig fiel: and "Debated robustly in the investment committee"the decision was a "unanimous one to invest in it".

Die PIC wurde durch den Steinhoff Skandal mit am härtesten getroffen, man hielt 10% des Aktienkapitals der Steinhoff International Holdings BV vor Bekanntwerden der Betrügereien und hatte darüber hinaus ein Darlehen in Höhe von über 9 Milliarden Rand einer weiteren Gesellschaft (Lancaster101) geliehen zweckgebunden für den Erwerb von Steinhoff Aktien; dieses führte zu weiteren Verlusten in Höhe von mehr als 50% des Darlehens. "The corporation had also, in 2016, loaned R9.35bn to empowerment company Lancaster 101(Zweckgesellschaft zum Erwerb von Steinhoff Aktien, gemeinsam mit Lancaster als 50.50 Joint-Venture betrieben)  to buy shares in Steinhoff. In December 2018, the Government Employee Pension Fund said it recorded a impairment of  4,3 bn RD in Lancaster as a result of a meltdown in Steinhoff shares."{loadmodule mod_custom,Sentifi Text Widget}

Zur Erinnerung: In 2016 konnte Steinhoff erfolgreich eine Kapitalerhöhung vollständig bei diesen beiden Pensionsfonds platzieren, zu einem Emissionspreis von über 75 Rand, heute handelt die Aktie unter 2 Rand. "Johannesburg - Retailer Steinhoff International said on Friday that it welcomed the Lancaster Group as its strategic black economic empowerment (BEE) partner. Last week, Steinhoff announced that it would increase its issued share capital. As part of this capital raise, the Public Investment Corporation and Lancaster had acquired a strategic stake in Steinhoff through a jointly held special purpose vehicle, Lancaster 101.Steinhoff issued 60 million shares to Lancaster 101 at R75.98 per share. Lancaster Group is a 100 percent black-owned company led by Jayendra Naidoo. Steinhoff chief executive Markus Jooste said: “We are humbled by the overwhelming support we have received from our two major shareholders backed by our global shareholder base in our capital raising.” Steinhoff has a primary listing on the Frankfurt Stock Exchange and a secondary listing on the JSE where its shares fell 2.86 percent on Friday to R78.55. Steinhoff attempted a BEE deal in 2008, which was called off."

Dieser Untersuchungsausschuss wird vielleicht ein weiteres Mosaiksteinchen im Umfeld des Steinhoffskandals aufdecken. Man darf auf die weiteren Befragungen gespannt sein.

Statusbericht zum Jahresanfang durch Steinhoff

Ein Statusbericht reduziert parallel ein wenig die Sorgen über die Steinhoff Gruppe: Die Liquidität der Gruppe - insbesondere immer wieder angezweifelte Liquidität der europäischen Aktivitäten - sei gesichert.

Wie bereits im letzten Jahr erfahren, gibt es für das Amerika und Großbritannien Geschäft Entwarnung: Die Tochtergesellschaften in den USA und Großbritannien haben sich eigenständig Kreditlinien zur Liquiditätssicherung aufbauen können. Conforama, eine französische Tochter, versucht ebenfalls eigenständig sich Kreditlinien zu sichern für den Fall der Fälle, konnte hier aber noch keinen Abschluss vermelden. Für die anderen europäischen Beteiligungen versucht die Holding Liquiditätssicherungsmaßnahmen - also Kreditlinien - zu schaffen respektive zu erweitern. Für die Beteiligungen in Südafrika und Australien gilt, dass diese in guter finanzieller Verfassung sind und deshalb die Holding versucht deren gruppeninterne Ausleihungen zurückzuführen, um schwächere Beteiligungen zu unterstützen.{loadmodule mod_custom,Nebenwerte - Anzeige in Artikel}

Neben der Unterstützung der "alten" Darlehensgeber für die zukünftige Liquiditätssicherung der Gruppe, versuche die Holding für die Finanzierung der zentralen Holdingfunktionen insgesamt zusätzliche Mittel in Höhe von 200 Millionen Euro zu sichern, wovon südafrikanische Kreditgeber bereits in einem ersten Schritt 60 Millionen für die dritte Kalenderwoche des Jahres zugesagt haben. Steinhoff ist überzeugt auf absehbare Zeit alle Zahlungsverpflichtungen bedienen zu können.

Weiterhin sei man überzeugt alle fälligen Zinsen pünktlich zahlen zu können, auch hier mit der Einschränkung auf kurzfristige Sicht. Für alte Verpflichtungen werden Zinserleichterungen respektive Streckungen gesucht. alle Verpflichtungen, die nach dem Bekanntwerden des Bilanzskandals eingegangen wurden, werden und sollen die Bedingungen fixiert bleiben.

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