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Nachhaltigkeit Megatrends und eine Kursrakete aus Santa Clara

Gastautor: Thomas Hellener
25.03.2019, 07:25  |  4481   |   |   

Die Zahlen und Summen sind riesig und beängstigend: Allein in den USA wird die Natur pro Jahr im Wert von rund 24 Billionen US-Dollar ausgebeutet. In 30 Jahren werden sich bis zu 700 Millionen Menschen auf der Flucht vor Überschwemmungen, Dürren und weiteren Naturkatastrophen befinden. Und laut einer aktuellen Studie des World Wildlife Fund (WWF) ist die Tierpopulation seit 1970 durch menschliches Handeln um gut 60 Prozent zurückgegangen. Zehntausende von Arten sind weiterhin vom Aussterben bedroht. Die Zerstörung der Natur schreitet in erschreckendem Tempo voran.

Dieses Fazit zieht die jüngste Studie der UN-Organisation „Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services“ (IPBES), die im Mai den Regierungen und Unternehmen auf der ganzen Welt vorgelegt wird. Und sie liest sich wie eine Enzyklopädie des Schreckens. Der Bericht wird gut 8000 Seiten umfassen, und ist über die letzten Jahre hin von über 500 Experten aus mehr als 50 Ländern erstellt worden.

In den vergangenen Jahren sind die Folgen des Klimawandels für das Leben auf der Erde in unser aller Bewusstsein gerückt. Dass aber die Zerstörung der Natur und der Kollaps unserer Ökosysteme mindestens genauso gefährlich sind, wurde dabei fast vergessen. Dabei verbraucht die Menschheit natürliche Ressourcen in einer Geschwindigkeit, die weit über die Fähigkeit der Erde zur Selbsterneuerung hinausgeht. Dabei stehen die Abholzung von Wäldern, die Überfischung der Meere und die Übernutzung von Böden sowie die Verschmutzung von Luft und Wasser an aller erster Front. Die Hauptschuldigen: die industrielle Landwirtschaft und die Nahrungsmittelkonzerne. Zwar werden in dem Bericht Giganten wie Nestlé, Danone, Unilever und General Mills nicht explizit genannt, sie stehen aber indirekt im Fokus der Kritik. Schließlich sind sie für einen großen Teil des Raubbaus verantwortlich.

Osram und Signify investieren in „vertical farming“

Um die Weltbevölkerung, die in den kommenden 30 Jahren auf über 10 Milliarden anwachsen wird, auch künftig zu ernähren, wir die Industrie neue Wege gehen müssen. Daraus ergeben sich Megatrends, die AUCH AN DER Börse ihre Spuren hinterlassen. Erste Schritte sind bereits zu erkennen. So gibt es Beispiele aus unserem global investierenden Nachhaltigkeitsaktienfonds PRIMA – Global Challenges, die bereits erste, mutige Schritte gegangen sind. Zu nennen sind etwa der MDAX-Wert Osram Licht und der niederländische Konzern Signify, die sich intensiv dem Thema „vertical farming“ annehmen. Mit diesen vertikal gebauten Gewächshäusern kann man überall in der Welt Lebensmittel erzeugen, die dann der Bevölkerung direkt zu Gute kommen. Hinzu kommt, dass hierbei natürliche Ressourcen wie Wasser und das Sonnenlicht sehr effektiv eingesetzt werden. Ein anderer Vorteil: diese Lebensmittel werden nicht durch Pestizide belastet. Dabei trifft „vertical Farming“ genau den Punkt des Problems: Jeder Hektar Nutzfläche einer vertikalen Farm könnte die Rückführung von 10 bis 20 Hektar in naturbelassenes Brachland ermöglichen. Vertikale Landwirtschaft reduziert den Bedarf an Neuerschließung von Farmland und schont natürliche Ressourcen, die ansonsten von Entwaldung, Desertifikation, Versalzung, Nährstoffauslaugung, Übernutzung und Umweltverschmutzung bedroht wären.

PRIMA: Baumspende als Mosaiksteinchen für den Klimaschutz

Noch steckt das Alles in den Kinderschuhen. Doch eigentlich kann jeder einzelne etwas dafür tun, damit die globalen Ökosysteme nicht weiter zerstört werden. So haben wir bei PRIMA eine Baum-Spendenaktion ins Leben gerufen. Für jede Einmalanlage in den PRIMA – Global Challenges spenden wir einen Baum zur Aufforstung für das Deutschland-Projekt „Weißensand“ der Initiative PRIMAKLIMA e.V. Der Verein hat die Vision einer Welt, in der alle Menschen Verantwortung für das Klima übernehmen. Als gemeinnütziger Verein setzt er sich bereits seit 1991 für den Erhalt und die Mehrung von Wäldern ein und engagiert sich damit aktiv für den Klimaschutz. So konnten bisher über 13,5 Millionen Bäume gepflanzt werden. Das rettet zwar nicht unser Ökosystem, ist aber ein Steinchen im Mosaik der globalen Verantwortung.

AMD setzt sich gegen Intel und Nvidia durch

Zum Schluss ein kleiner Exkurs zu einem anderen Wert im PRIMA – Global Challenges: Advanced Micro Devices. Der US-Chiphersteller aus Santa Clara, Kalifornien, hat in der abgelaufenen Woche wieder zweistellig zugelegt, nachdem bekanntgeworden ist, dass AMD-Grafikprozessoren beim neuen Google-Streamingdienst Stadia zum Einsatz kommen. Im Rennen um den Auftrag konnten Wettbewerber wir Intel und Nvidia ausgestochen werden. Morgan Stanley-Analyst Joseph Moore sieht darin für AMD eine „hervorragende Chance“, weitere Aufträge an Land zu ziehen. In den letzten 3 Jahren hat die AMD-Aktie sagenhafte 956 Prozent an Wert zugelegt. Sollte Moore recht behalten, wird die 1000-Prozent-Marke wohl bald geknackt.

 

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