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Pressemeldung: Nordea: „Grüner Konsum“
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Pressemeldung Nordea: „Grüner Konsum“

Nachrichtenquelle: Asset Standard
28.03.2019, 10:45  |  738   |   |   

Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen nachhaltigeren Lebensstil. Der resultierende Megatrend eröffnet Investmentchancen.

Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen nachhaltigeren Lebensstil und fordern entsprechende Produkte. Der resultierende Megatrend eröffnet Investmentchancen.

Ob öko-faire Jeans, Lebensmittel aus ökologischem Anbau oder Naturkosmetik – „Green Consumerism“ oder auf Deutsch „grüner Konsum“ ist ein globaler Mega-Trend. Laut Zukunftsinstitut gehört bereits ein Drittel der Menschen zur neuen Trendgruppe „Anhänger eines gesunden und nachhaltigen Lebensstils“ (Lifestyle of Health and Sustainability), kurz „Lohas“ genannt. Eine Umfrage des internationalen Marktforschungsunternehmens Nielsen bestätigt, dass sich knapp 60 Prozent der Menschen mehr natürliche Produkte wünschen. Und Euromonitor zufolge schauen bereits 30 Prozent der Verbraucher bei Lebensmitteln und Getränken auf die Nährwertkennzeichnung.

Allein im Lebensmittelsektor hat sich der Markt für grünen Konsum in der letzten Dekade fast verdoppelt. Schon in den nächsten Jahren wird er voraussichtlich die 1-Billionen-USD-Umsatzmarke knacken. Da wundert es, dass die Anzahl der Biobetriebe nicht analog steigt. Noch immer beträgt die biologische Anbaufläche in Europa weniger als zehn Prozent, in den USA liegt sie sogar nur bei einem Prozent. Ein Grund: Landwirte müssen erst noch lernen, Bodennährstoff ohne Dünger zu gewinnen oder Unkräuter und Insekten ohne Herbizide und Insektizide zu bekämpfen. Hinzu kommt: Der biologische Landbau erfordert andere Geräte und andere Vorabinvestitionen. Und die Arbeit ist umfangreicher, vor allem für den Umgang mit Unkraut. Auch die Fruchtfolge ist streng reguliert. Infolgedessen sind organische Systeme im Allgemeinen erst nach einer 5-jährigen Übergangszeit mit konventionellen Erträgen wettbewerbsfähig.

Ist die Implementierung erst einmal gelungen, sind organische Techniken der konventionellen Landwirtschaft jedoch überlegen. Denn sie verbrauchen rund 45 Prozent weniger Energie, verursachen 40 Prozent weniger Kohlenstoffemissionen und bauen die Bodengesundheit auf, anstatt sie zu erschöpfen. In der Folge versickert 15 bis 20 Prozent mehr Wasser in der Erde: Dadurch steigt das Grundwasser und die Böden werden leistungsfähiger. 

Auch große Marken haben die positiven Auswirkungen erkannt und arbeiten mit Landwirten zusammen, um die Produktion zu optimieren. PureCircle zum Beispiel produziert den natürlichen Süßstoff Stevia. Die Stevia-Pflanze ist etwa vierzigmal süßer als Zucker, benötigt weniger Anbaufläche und kann bis zu viermal im Jahr geerntet werden. Das bietet den Landwirten ein stabileres Einkommen. Unilever hilft 8.000 Bauern in Hindustan, den Anbau von Tomaten zu verbessern. Mondolez, ein führender Hersteller von Schokoladenprodukten, arbeitet mit den Regierungen und Landwirten in Ghana und der Elfenbeinküste zusammen, um in beiden Ländern eine Null-Abholzungsrate zu erreichen. Dies ist ein wichtiges Ziel, da Ghana und die Elfenbeinküste 60 Prozent der weltweiten Kakaoversorgung ausmachen.

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