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OSRAM IM FOKUS Im Dauerkrisenmodus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
23.04.2019, 11:23  |  678   |   |   

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Wer Aktionär beim Lichtkonzern Osram ist, braucht starke Nerven. Die Geschäfte laufen miserabel, die hohe Abhängigkeit von der Autoindustrie erweist sich als Mühlstein. Prognosesenkungen werden fast zur Routine. Und als würde das nicht reichen, haben die Hoffnungen auf eine Übernahme durch Finanzinvestoren zuletzt einen Dämpfer erhalten. Der Konzern schwankt von Krise zu Krise. Was bei Osram los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

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Osram knüpft derzeit fast nahtlos an die schlechte Nachrichtenlage aus dem Vorjahr an. Ende März setzte der Konzern seine Serie von Gewinnwarnungen fort und strich seine Jahresziele für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr drastisch zusammen. Es war die dritte Prognosesenkung binnen eines Jahres. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen zweimal den Ausblick gekappt.

Wirklich überrascht hat das niemanden. Schließlich hatte Vorstandschef Olaf Berlien in den vorangegangenen Wochen mehrfach über eine schwache Nachfrage geklagt und eine Senkung der Ziele bereits signalisiert. Letztlich wurde der Schritt in einem an die Öffentlichkeit durchgestochenen internen Interview nahezu vorbereitet - eine Kommunikationsstrategie, die den einen oder anderen Analysten ziemlich verärgerte. Auch strich das Management die Ziele deutlich stärker zusammen als angenommen. So geht der Vorstand unter anderem von einem erheblichen Umsatzrückgang aus.

Osram macht die Schwäche in der Autoindustrie sowie im Smartphone-Markt zu schaffen. Die konjunkturelle Abkühlung in China lässt die Lagerbestände wachsen, weswegen die Kunden mit neuen Bestellungen zögern. Besonders betroffen ist die LED-Sparte Opto Semiconductors, die unter einer erheblichen Unterauslastung der Produktionskapazität leidet. Ausgerechnet in diesem Segment hatte Osram erst die Kapazitäten durch eine neue Fabrik im malaysischen Kulim erhöht. Der Strategieschwenk, verstärkt auf die LED-Fertigung zu setzen, hatte vor einigen Jahren bereits zu einem Zerwürfnis mit dem damaligen Großaktionär Siemens geführt, der darin ein zu großen Risiko sah und inzwischen bei Osram ausgestiegen ist.

Mit den Problemen im Smartphone-Markt und der Autoindustrie steht Osram zwar nicht alleine da. Der Konkurrenz geht es ähnlich: So hatte Halbleiterhersteller Infineon bereits zweimal seine Prognose gesenkt. Allerdings geht das Infineon-Management im Gegensatz zu Osram weiter von einem Wachstum aus.

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