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Darum hat die schwedische Regierung Aktien von Aurora Cannabis und Canopy Growth gekauft

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
22.05.2019, 01:20  |  1266   |   |   

Im Durchschnitt werden mehr als 32 Millionen Aktien von Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) an der New Yorker Börse (NYSE) gehandelt. Für Canopy Growth (WKN:A140QA) ist das durchschnittliche Handelsvolumen deutlich geringer – rund 8 Millionen Aktien. Wer diese kanadischen Top-Cannabisaktien so alles kauft und verkauft, weiß man nicht. Obwohl, das stimmt nicht ganz. Denn wir wissen jedenfalls, wer im vergangenen Jahr die beiden Aktien gekauft hat.

Schwedens staatlich geführter Pensionsfonds AP7 kaufte 2018 erstmals Anteile an Aurora und Canopy Growth, wie das schwedische Wirtschaftsmagazin Affärsvärlden berichtete. Der AP7-Pensionsfonds investierte zunächst 63 Millionen SEK, wobei der Wert seither in diesem Frühjahr auf 100 Millionen SEK stieg. Das geht aus einem Bericht des schwedischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens SVT News hervor.

Warum investiert dieser schwedische staatliche Pensionsfonds ausgerechnet in Cannabis? Und warum dann in Aurora Cannabis und Canopy Growth? Dafür gibt es eine einfache Erklärung.

Ein wichtiger Grund

Der AP7 Equity Fund investiert in nahezu alle Aktien, die im MSCI ACWI Index enthalten sind. Die einzigen Ausnahmen sind Aktien, die AP7 aus irgendeinem Grund auf die schwarze Liste gesetzt hat.

AP7 will mit seinem Pensionsfonds weltweit in Aktien aufgestellt sein. Es ist sinnvoll, dass der Fonds dazu den MCSI ACWI Index verwendet. Die Aktien dieses Index umfassen mehr als 2.700 Aktien aus 11 Sektoren in 23 entwickelten Märkten und 24 Schwellenländern.

Als Aurora Cannabis und Canopy Growth 2018 in den MSCI ACWI Index aufgenommen wurden, kaufte AP7 Aktien beider Unternehmen. Der Council on Ethics des AP Fonds empfahl allerdings, keine Cannabisaktien zu kaufen. Doch die Manager des AP7 Fonds haben sich dann letztlich entschieden, diese Empfehlung zu ignorieren.

Mittlerweile sind Cannabisaktien nicht mehr auf der schwarzen Liste des AP7. Johan Floren, Leiter Kommunikation und Marktmanagement bei AP7, erklärte jedoch, dass es möglich sei, dass Cannabisaktien in Zukunft wieder auf der schwarzen Liste landen würden, wie Affarsvarlden weiter berichtete.

Es ist nicht nur Schweden

Schweden ist nicht die erste Regierung, die Cannabisaktien kauft. Kanadas Public Sector Pension Investment Board (PSP) kaufte im vergangenen Jahr Aktien von vier Marihuanaproduzenten – Aurora, Canopy Growth, Aphria und Cronos Group.

Ende 2018 war Canopy Growth die größte Cannabis-Beteiligung von PSP, die Position betrug damals fast 14,9 Millionen USD. Aurora Cannabis war die zweitgrößte Cannabisaktie des Pensionsfonds: Ende letzten Jahres hatte er einen Wert von 12,7 Millionen USD. Die Anteile von PSP an Aphria und Cronos Group beliefen sich auf rund 3,2 Millionen USD bzw. 4,5 Millionen USD.

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