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Könnte Amazon gegen SpaceX das Rennen um das Satelliten-Breitband-Internet aus dem Weltall gewinnen?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
16.06.2019, 11:30  |  828   |   |   

Seit fast einem Jahr kursieren Gerüchte über ein neues Projekt von Amazon (WKN:906866) mit dem Codenamen Projekt Kuiper (benannt nach dem Gürtelobjekt außerhalb der Umlaufbahn des Neptuns, wo sich auch Pluto befindet, der kein Planet mehr ist).

Amazon selbst beschreibt das Projekt Kuiper als “eine langfristige Initiative zum Start einer Konstellation von Satelliten mit niedrigem Erdorbit, die eine Breitbandverbindung mit niedriger Latenz und hoher Geschwindigkeit für unversorgte und unterversorgte Gemeinden auf der ganzen Welt bereitstellen werden”. Trotz der Veröffentlichung einer offiziellen Beschreibung wirbt Amazon jedoch noch nicht aktiv für den Service. Dieser Text stammt von einer Amazon-Jobseite, wo das Unternehmen anscheinend versucht, nicht weniger als 77 neue hochrangige Mitarbeiter für das Projekt einzustellen, und zwar sofort!

Doch Amazon legt den Grundstein für den Start des Projekts Kuiper. Bereits jetzt gibt es eine Kuiper Systems LLC in Washington, D.C., die laut der International Business Times ein Amazon-Tochterunternehmen ist. Wie GeekWire Anfang des Jahres meldete, hat die FCC im Namen von Kuiper Systems bereits mindestens drei separate Produkte bei der International Telecommunications Union (einer Agentur der Vereinten Nationen für Fragen der Informations- und Kommunikationstechnologie) eingereicht.

Diese Einreichungen beschreiben Kuipers Vorhaben, bis zu 3.236 Satelliten um die Erde kreisen zu lassen. Amazon bestätigt, dass der Zweck der Satelliten darin bestehen wird, “Zehntausenden von Millionen Menschen einen “grundlegenden Zugang zum Breitband-Internet” zu ermöglichen”, was eine Untertreibung sein könnte. Die in den Meldungen beschriebenen Bahnen können laut GeekWire theoretisch “etwa 95 % der Weltbevölkerung” einen Breitband-Internet-Satellitenservice bieten.

Was die Einreichungen nicht sagen, ist, wann Amazon damit rechnet, die Satelliten für die Konstellation zu bauen (oder wer sie bauen könnte), wann es mit dem Start dieser Satelliten beginnt (oder wer sie starten würde – vielleicht das Lieblingsprojekt von Jeff Bezos, Blue Origin?), oder wie viel Amazon für die den Dienst berechnen könnte.

Der Wettbewerb

So neuartig die Idee von Amazon klingen mag, ist es nicht das erste Unternehmen, das diese Lösung zur Erweiterung des Zugangs zu erschwinglichem, qualitativ hochwertigem Breitband-Internet gefunden hat. Iridium bietet seit Jahren einen zumindest begrenzten Internetzugang von Satelliten an und hat 75 Iridium NEXT-Satelliten in die Umlaufbahn gebracht, um Mobilfunk- und Internetzugang vor allem für die Kunden aus der Luft- und Seefahrtbranche zu ermöglichen.

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Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

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