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Jakob Mähren | Der Mietendeckel - droht die Entmündigung von Eigentümern?

Gastautor: Rainer Brosy
14.08.2019, 14:15  |  767   |   |   

Der Mietendeckel - droht die Entmündigung von Eigentümern?

"Wenn es nach Rot-Rot-Grün geht, wird sich Berlin bald einer Rückkehr in sozialistische
 Verhältnisse wiederfinden", sagt Jakob Mähren, Inhaber und Geschäftsführer der Mähren AG. Die Wiedervereinigung liegt 30 Jahre zurück und man könnte meinen, dass die Themata "Kollektiveigentum" und "Planwirtschaft" ihren Abschluss gefunden haben. Wenn es nach der linken Bausenatorin Berlins geht, so Jakob Mähren, werden sich vermietende Eigentümer schon in Kürze mit einer neuen DDR und allen damit verbundenen Repressalien abfinden müssen. Der am 18. Juni 2019 gefasste Beschluss im Bausenat besagt mit dem Mietendeckel nichts anderes, als dass Sie als Eigentümer entrechtet und damit praktisch enteignet werden.

Bildquelle: Jakob Mähren

Jakob Mähren und die Mähren AG sind Ankäufer von Mehrfamilienimmobilien in Berlin und in deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Doch nicht nur aus beruflicher Perspektive, sondern auch aus eigenem Input spricht sich Jakob Mähren gegen die Entmündigung von Eigentümern aus.

Die Folgen der DDR-isierung von Miethäusern

Der Mietendeckel soll Eigentümern in den kommenden fünf Jahren jegliche Form der Mieterhöhung untersagen. Wenn der Beschluss des Senats rechtsgültig wird und Bestand hat, würde dieser Umstand laut Jakob Mähren das Aus für den Investitionsstandort Berlin bedeuten. "Es ist ein Fakt, dass Eigentümer notwendige Sanierungen auf Eis legen und die Instandhaltung von Immobilien auf die lange Bank schieben müssen." Laut Jakob Mähren wird die Rückkehr zur DDR-Mangelwirtschaft keinesfalls Vorteile für den Mieter bringen. Wenn die Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten nicht über 
eine Mieterhöhung eingenommen werden, wird sich im Bereich der Abstandszahlungen ein boomender Schwarzmarkt mit horrenden Kosten für übernommene Möbel und Einbauküchen entwickeln. Der Mietendeckel nützt also niemandem. Weder die Mieter, noch die Wohnungsgesellschaften oder privaten Eigentümer ziehen aus dieser sozialistischen und marktfeindlichen Entscheidung einen Mehrwert.

Staatliche Einmischung war noch nie eine Lösung

Dass es in Berlin und anderen deutschen Großstädten ein Wohnungsproblem gibt ist offensichtlich.
 Doch mit einer staatlichen Einmischung in die Vermietung lässt sich dieses Problem nicht lösen.
 Sollte es zum Mietendeckel kommen, werden Neuinvestoren den Erwerb von Miethäusern meiden und Bestandseigentümer werden so wenig wie möglich Geld in ihre Immobilien investieren. Das Ergebnis
 ist die Abnahme der Attraktivität Berlins, was zum Dominoeffekt mit einer Abnahme der 
wirtschaftlichen Performance führt. Jakob Mähren beobachtet die Entwicklung Berlins bereits seit
 2002 und stellt fest, dass jeder staatliche Eingriff nur neue Probleme mit sich bringt und nicht zur
 Lösung der vorhandenen Problematik beiträgt. "Wenn nun auch noch Vermieter in ihrer Position als Wohnungsgeber abgestraft und bevormundet werden, wird es zu deutlich weniger verfügbaren Wohnungen kommen. Das gilt für Berlin, aber auch für andere deutsche Städte mit sozialismusnaher Senatschaft", merkt Jakob Mähren an. Lässt sich die Kaskade noch aufhalten?

"Europa ist gefragt!" Jakob Mähren sieht die einzige Chance des deutschen Wohnungsmarktes in einer europäischen Entscheidung. "In keinem unserer Nachbarländer käme die Politik mit einer kalten Enteignung und Entmündigung von Vermietern durch", fügt Jakob Mähren an.

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Rainer Brosy
Geschäftsführer

Rainer Brosy (B.Eng.) betreibt eigene Finanz- und Energieportale und gehört zum Team verschiedener ICO`s.

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