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NEL asa geht jetzt in die Vollen, um sich gegen die Konzerne zu behaupten

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
30.08.2019, 08:03  |  6967   |   |   

Die Wasserstoffwirtschaft tritt nun in eine exponentielle Phase ein und NEL (WKN: A0B733) will davon besonders profitieren. Die jahrelangen Anstrengungen, um die Kosten nach unten zu bringen und den Markt zu entwickeln, sollen sich endlich auszahlen. Dafür werden die Kapazitäten nun gewaltig erweitert. Kann NEL auf diese Weise dem aufkommenden Wettbewerb enteilen? Hier ist meine Einschätzung.

Jetzt geht es bei NEL um alles

Kürzlich habe ich darüber geschrieben, wie das Engagement von Industrie- und Energiekonzernen im Bereich Elektrolyse und Brennstoffzellen geradezu explodiert ist über die letzten Quartale. Immer mehr Entscheidern wird nun klar, dass dieser Markt reif ist, um von einzelnen Pilot- und Kleinprojekten in die Großserienfertigung überzugehen.

Wenn es in dieser Branche ein Unternehmen gibt, das nicht vorhat, unter das Dach eines Konzerns zu schlüpfen, dann ist es mit ziemlicher Sicherheit NEL. Als Abspaltung des früheren staatlichen Ölkonzerns Statoil genießt es seine Unabhängigkeit und setzt alles daran, seine Wachstumsstrategie eigenständig umzusetzen. Bisher wurden dafür regelmäßig die Aktionäre zur Kasse gebeten, die für die Verwässerung mit weiteren Entwicklungsschritten kompensiert wurden.

Aber Trippelschritte sind nicht genug, wenn nun die Großindustrie mit aller Macht in den Markt drängt und andere Spezialisten wie H-TEC SYSTEMS und Sunfire ebenfalls große Pläne schmieden. Um sich zu behaupten, muss NEL schneller als die Konkurrenten in die Großserie kommen. Nur so können die Norweger das werden, was Vestas (WKN: 913769) in der Windkraft geworden ist: ein echter Champion.

NEL denkt schon zwei Schritte weiter

Noch sind die Umsätze wirklich mickrig. Im Vorjahresvergleich gab es sogar einen leichten Rückgang im zweiten Quartal auf gerade mal 12 Mio. Euro. Das hält das Management allerdings nicht davon ab, weiterhin daran zu arbeiten, einen milliardenschweren Konzern zu schaffen. Die Kasse ist dank der Kapitalerhöhungen gut gefüllt und das Auftragsbuch schwillt so langsam an, auch wenn die als All-time-high angepriesenen 57 Mio. Euro jetzt noch nicht so wahnsinnig beeindruckend sind.

Noch besser sieht es jedoch den Angaben des Managements zufolge bei der Vertriebspipeline aus, wo sich noch deutlich größere Dinge anbahnen. Wenn sich beispielsweise das Projekt mit Yara International (WKN: A0BL7F) als Erfolg erweist, dann könnte es jede Menge weiteres Geschäft nach sich ziehen. Ähnlich aussichtsreich ist die Initiative zur beschleunigten Kommerzialisierung von Wasserstoffbussen in Europa gemeinsam mit Wrightbus und weiteren Industriepartern.

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