DAX-0,12 % EUR/USD0,00 % Gold+0,03 % Öl (Brent)+1,38 %
GESAMT-ROUNDUP/Krise mit dem Iran: USA verlegen weitere Truppen in die Region
Foto: kodda - 123rf Stockfoto

GESAMT-ROUNDUP/Krise mit dem Iran USA verlegen weitere Truppen in die Region

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
21.09.2019, 12:05  |  2045   |   |   

WASHINGTON (dpa-AFX) - Im Konflikt mit dem Iran verlegen die USA nach den Angriffen auf saudische Ölanlagen weitere Truppen in den Nahen Osten. "Der Präsident hat den Einsatz von US-Truppen genehmigt, die defensiver Natur sein werden", sagte Verteidigungsminister Mark Esper am Freitagabend (Ortszeit) im Pentagon. "Alles deutet darauf hin, dass der Iran für den Angriff verantwortlich war." Die Untersuchungen von amerikanischen, saudischen und internationalen Experten hätten ergeben, dass die eingesetzten Waffen aus iranischer Produktion stammten und nicht vom Jemen aus eingesetzt worden seien.

Esper sagte, die militärische Verstärkung in der Region solle auf die Verteidigung gegen Luft- und Raketenangriffe ausgerichtet sein. Sowohl Saudi-Arabien als auch die Vereinigten Arabischen Emirate hätten um Unterstützung gebeten. US-Armeechef Joseph Dunford machte am Freitag im Pentagon keine Angaben zur Truppenstärke, sagte auf Nachfrage aber, es werde sich nicht um "Tausende" Soldaten handeln. Dunford kündigte für kommende Woche weitere Details zur Verlegung an.

Der Iran dementiert jede Verantwortung für die Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien am vergangenen Samstag. Die von Teheran unterstützten Huthi-Rebellen hatten sich zu der der Tat bekannt. US-Außenminister Mike Pompeo hatte sie daraufhin der Lüge bezichtigt. In einer am Freitag ausgestrahlten Fernsehansprache kündigte der Präsident des Obersten Politischen Rates der Huthis an, Drohnen- und Raketenangriffe auf Saudi-Arabien einzustellen, wenn auch das Nachbarland seine Angriffe beende. Mahdi Al-Maschat sagte: "Wir hoffen, dass Riad positiv auf die Initiative reagiert."

Im vergangenen Juni hatte das Pentagon im Konflikt mit dem Iran angekündigt, weitere 1000 Soldaten in den Nahen Osten zu schicken, um US-Truppen und nationale Interessen der USA in der Region zu schützen. Bereits Ende Mai hatten die USA ihre Truppen im Nahen Osten wegen der "anhaltenden Bedrohung" durch iranische Kräfte um 1500 Soldaten verstärkt. Zuvor hatte das US-Militär unter anderem einen Flugzeugträgerverband und eine Bomberstaffel in die Region verlegt.

Esper sagte, Präsident Donald Trump habe deutlich gemacht, dass die USA keinen Krieg mit dem Iran wollten. Gleichzeitig sagte er: "Uns stehen andere militärische Optionen zur Verfügung, sollten sie nötig sein." Der Minister forderte den Iran auf, seine "zerstörerischen und destabilisierenden Aktivitäten" zu unterbinden und einen "friedlichen und diplomatischen Weg" einzuschlagen. "Tatsache ist, dass die Saudis sowohl mit Drohnen als auch mit Marschflugkörpern angegriffen wurden" und dass sie weiterhin gefährdet seien.

Diesen Artikel teilen
Seite 1 von 2

Diskussion: Ajatollah: Der Iran wird bei US-Militärschlag Israel vernichten

Diskussion: Huthis wollen Angriffe auf Saudi-Arabien einstellen
Wertpapier

Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
Iran AtomprogrammAtomprogramm IranIran KriegÖl IranIran


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel