Aberdeen Standard Chairman Martin Gilbert: „Anleger müssen sich auf geringeres Wachstum einstellen“

Gastautor: Simon Weiler
13.11.2019, 11:42  |  418   |   |   

„‚Niemand kauft eine Farm, weil er denkt, dass es nächstes Jahr regnen wird. Man kauft sie, weil man denkt, dass es eine gute Investition über 10 oder 20 Jahre ist.‘ – Warren Buffett

Auch wenn ich in den kommenden zwölf Monaten nicht mit einer globalen Rezession rechne, müssen wir uns wohl auf ein schwächeres Wachstum einstellen. Nehmen wir uns die Worte von Warren Buffett zu Herzen, so sollten wir uns bei langfristigen Anlageentscheidungen nicht von einem erwarteten Abschwung beeinflussen lassen. Es stimmt, dass sich das Weltwirtschaftswachstum abkühlt. In seinem jüngsten Bericht hat der IWF seine Wachstumsprognose für 2019 auf 3% und damit auf den niedrigsten Stand seit der globalen Finanzkrise gesenkt. In den Industrieländern wird dieses Jahr ein Wachstum von 1,7% erwartet, nachdem 2018 noch +2,3% erreicht worden waren. Selbst für die von mir favorisierte Region Asien wird lediglich ein Wachstum von 5% prognostiziert – der niedrigste Wert seit der globalen Finanzkrise. Asien bleibt aber dennoch die wachstumsstärkste Region weltweit und stellt mehr als zwei Drittel des globalen Wachstums.

Eine gebremste Wirtschaftsaktivität bleibt zweifellos nicht ohne Wirkung auf die Aktienerträge. Die Volatilität wird ebenfalls zunehmen, da der Effekt der geldpolitischen Stimulierungsmaßnahmen – niedrige Zinsen und quantitative Lockerung –, welche die Marktpreise in den letzten zehn Jahren allgemein gestützt haben, nachlässt. Mit der Verlangsamung des Wachstums werden die Märkte auch störungsanfälliger. Die Erschütterungen an den Börsen, die nach dem Angriff auf die größte Ölraffinerie Saudi-Arabiens zu spüren waren, haben gezeigt, wie fragil die Stimmung ist. Bei einem Weltwirtschaftswachstum von 4% wären die Anleger wohl zuversichtlicher, dass ein Anstieg der Ölpreise zu verkraften ist. Bei einem Wachstum von 3% nehmen die Zweifel diesbezüglich zu. Vermutlich muss in den kommenden Monaten mit weiteren Turbulenzen dieser Art gerechnet werden. 

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Aberdeen Standard Chairman Martin Gilbert: „Anleger müssen sich auf geringeres Wachstum einstellen“ Martin Gilbert, Chairman von Aberdeen Standard Investments, kommentiert warum Anleger trotz des sich abkühlenden Weltwirtschaftswachstums den Mut nicht verlieren sollten:

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