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Das Zinstief könnte hinter uns liegen – zum Leidwesen von Gold

Gastautor: Sven Weisenhaus
13.11.2019, 09:56  |  1955   |   |   

Am Freitag vergangener Woche hatte ich geschrieben, dass die Stimmung an den Börsen derzeit überwiegend bullish ist und sich die Anleger eindeutig im „risk-on“-Modus befinden. Dies zeigt sich nicht nur am Aktienmarkt, wo, wie ebenfalls am Freitag bereits beschrieben, defensive und konjunkturunabhängige Titel jüngst gemieden und spekulative sowie konjunktursensible Werte bevorzugt wurden. Auch Anleihen sowie Gold, die als sichere Häfen gelten, werden aktuell gemieden bzw. verstärkt auf den Markt geworfen.

Korrektur im Bund-Future weitet sich aus

So hatte ich am 22. Oktober bereits eine ABC-Korrektur im Bund-Future identifiziert. Die Welle C will allerdings bis heute kein Ende nehmen.

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Bund-Future - Chartanalyse

Noch ist die Abwärtstendenz als moderat zu bezeichnen, sie hat sich aber zuletzt beschleunigt. Die untere Linie des Abwärtstrendkanals wurde dadurch gebrochen. Damit gilt nun eine steilere Variante.

Bund-Future - Chartanalyse

Und die Welle C hat inzwischen im Vergleich zur Welle A ein Ausmaß angenommen, das eher an eine Welle 3 erinnert. Daher gehe ich inzwischen davon aus, dass wir das Hoch im Bund-Future und das Zinstief an den Märkten gesehen haben.

Das Zinstief an den Märkten könnte hinter uns liegen

Die Umlaufrendite hatte aus meiner Sicht sowieso mit einem Minus von 0,71 % nach unten übertrieben. Schließlich liegt der Leitzins der Europäischen Zentralbank lediglich bei 0 % und selbst der Strafzins für Banken „nur“ bei -0,5 %. Und inzwischen befindet sich die Umlaufrendite seit dem 18. August in einer ordentlichen Gegenbewegung, welche zurück auf das Niveau von Oktober 2016 geführt hat (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart).

Umlaufrendite

Auch in den USA scheinen die Zinsen einen Boden gefunden zu haben. Bei der 10-Jahresrendite (siehe folgender Chart) liegt dieser im Bereich von 1,5 %. In den Jahren 2012 und 2016 hat es hier jeweils eine Trendwende gegeben. Und auch im laufenden Jahr wird nach dem Test dieses Zinstiefs mit aktuell 1,92 % schon wieder die 2%-Marke angepeilt, womit zumindest eine kurzfristige Trendwende geglückt ist.

Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen

Die Inversion der Zinsstrukturkurve in den USA, die vor kurzer Zeit noch in vielen Medien als Vorzeichen für eine Rezession thematisiert wurde, ist damit inzwischen kein Thema mehr.

Zinsstrukturkurve

Und so sehe ich auch in den USA das Zinstief hinter uns liegen.

Steigende Zinsen belasten den Goldpreis

Vor diesem Hintergrund ist es auch kein Wunder, dass der Goldpreis inzwischen eine deutliche Korrektur durchläuft. Vom jüngsten Hoch bei 1.557 USD hat er mehr als 100 USD bzw. 6,6 % verloren.

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1 Kommentare

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Kommentare

So ein Blödsinn. Gold kann durchaus auch steigen, wenn die Zinsen massiv wieder angehoben werden. Es kommt auf die Realverzinsung an. Letztendlich gehe ich sogar davon aus, dass die Zinsen zwangsläufig wieder angeboben werden, sobald das massivst neu gedruckte Geld für eine hohe wenn nicht galoppierende oder gar Hyper-Inflation sorgen wird. Der Kurstreiber für Gold werden dann sein, dass die steigenden Zinsen den Inflationsraten nicht standhalten können.

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