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Forex-Report USA in immer tieferem Dilemma wegen Investitionen 

Gastautor: Folker Hellmeyer
25.11.2019, 10:46  |  486   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1028 (07:02 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1015 im US-Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 108.86. In der Folge notiert EUR-JPY bei 120.05. EUR-CHF oszilliert bei 1.0996.    

Zuletzt hatte der Chef der US-Notenbank das Dilemma der Investitionstätigkeit in den USA nach der letzten Sitzung aufgegriffen. Dieses Dilemma hat politische Hintergründe.

Investitionstätigkeit ist nicht nur das A, sondern auch das O, um den Kapitalstock eines Wirtschaftsraumes durch Ersatzinvestitionen zu erhalten oder durch zusätzliche Investitionen zu vergrößern. Die wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Stabilität eines Wirtschaftsraums und eines politischen Raums ist mit der Entwicklung des Kapitalstocks eng verzahnt.

Die Handelspolitik der USA unter Trump verteuert die Bedingungen am Investitionsstandort USA durch Zollerhebung nach Gutsherrenart. Damit unterminieren diese Maßnahmen US-Standortentscheidungen auf quantitativer Basis. Die US-Unternehmerverbände warnten deswegen und sehen das Risiko von Produktionsstättenverlagerungen ins Ausland.

Zusätzlich belastet die durch offene Willkür geprägte Sanktionspolitik auch unter Missbrauch des Statuts der Beeinträchtigung der nationalen Sicherheit. 

Wer definiert, was „Nationale Sicherheit“ beeinträchtigt? Sind rollende Volkswagen und BMWs wirklich eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA? 

Die billige Beliebigkeit der US-Politik irritiert. Könnte diese US-Politik der Willkür nicht Katalysator einer Solidarisierung des Rests der Welt sein? 

Diese US-Politik gefährdet die Lieferketten der US-Unternehmen.  Sie gefährdet die Möglichkeiten bei Absatzmärkten für in den USA operierende Firmen dar und sie stellt ein Risiko für die Versorgungssicherheit der globalen Märkte dar.

Nun kommt ein weiteres Thema hinzu. Seit dem Amtsantritt von Präsident Trump verzichten immer mehr ausländische Unternehmen nach US-Sicherheitsprüfungen auf Geschäfte in den USA. 

Die US-Kommission für ausländische Investitionen (CFIUS) gab eine Quote von 11% für das Jahr 2018 und etwa 14 % für 2017 bekannt. Diese Behörde untersteht der US-Treasury und überprüft Fusionen und Aktienkäufe, um sicherzustellen, dass diese nicht die nationale Sicherheit der USA beeinträchtigen. 

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