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Batteriedurchbruch bei Nikola Motor: Haben Wasserstoffaktien jetzt ihren Höhepunkt erreicht?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
26.11.2019, 09:27  |  9659   |   |   

Die Welt der Brennstoffzellen war für ein paar Stunden aus den Fugen geraten, als das amerikanische Truck-Start-up Nikola Motor am 19. November 2019 einen Durchbruch bei Batterietechnologien vorstellte. Na ja, vorgestellt nicht unbedingt – genauere Angaben wird es erst nächstes Jahr auf der Veranstaltung Nikola World 2020 geben, die für Herbst 2020 erwartet wird.

Dennoch mussten die bekannten Wasserstoffakteure rund um Nel (WKN: A0B733) und Plug Power (WKN: A1JA81) merkliche Rücksetzer hinnehmen – schließlich konkurriert der Wasserstoffantrieb mit rein batterieelektrischen Konzepten, wenn es um die klimaneutrale Mobilität der Zukunft geht.

Schauen wir aber mal darauf, was genau Nikola hier vermeldet hat und wie Wasserstoffinvestoren jetzt reagieren können.

Was wir wissen

Der Heilige Gral der Elektromobilität sind sichere, günstige, in Masse produzierbare, lang haltbare, schnell aufladbare und recycelbare Batterien mit hoher Energiedichte. Es ist möglich, eine oder mehrere dieser Eigenschaften durch Veränderungen in der Zellchemie positiv zu beeinflussen, was jedoch meist Einbußen bei einer oder mehreren der anderen Eigenschaften mit sich bringt.

Wenn du in den letzten Jahren schon einmal von einem großen Batteriedurchbruch gehört hast und dich wunderst, warum dein Smartphone immer noch nach nur 24 Stunden normaler Nutzung auf dem Zahnfleisch geht, dann liegt das daran, dass eine oder mehrere der oben genannten Eigenschaften bei dieser „Wunder“-Batterie einfach zu schlecht waren. Ich habe schon lange aufgehört, diese Durchbrüche zu zählen.

Nun vermeldet also auch Nikola einen Durchbruch bei Batterien, der vor allem aufgrund von Änderungen bei der Zellarchitektur und der Zellchemie erreicht wurde. Folgende Eigenschaften soll die neue Batterietechnologie mit sich bringen:

  • geringeres Feuerrisiko bei Zerstörung als bei Lithium-Ionen-Batterien
  • Produktionskosten könnten im Vergleich zu Lithium-Ionen-Batterien um 50 % sinken
  • 2.000 Lade- und Entladezyklen sind möglich, für den Einsatz in Fahrzeugen geeignet
  • umweltfreundlich und einfach recycelbar
  • höhere Energiedichte im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Zellen, was die Reichweite von Elektroautos bei gleich bleibender Batteriegröße verdoppeln könnte

Wenn du die genannten Punkte mit dem von mir skizzierten „Heiligen Grals“ abgeglichen hast, dann ist dir aufgefallen, dass diese neue Batterie in der Tat den Großteil dieser Punkte abdeckt und in vielen Belangen besser abschneidet als die Lithium-Ionen-Batterien, die sich derzeit in Smartphones, Laptops und vor allem Elektroautos befinden.

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