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Was ist der Warren-Buffett-Indikator – und warum sollte man ihn gerade jetzt fürchten?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
15.01.2020, 09:05  |  684   |   |   

Warren Buffett ist für die Welt von Aktien und Börse vieles. Für die allermeisten ist er ein begnadeter Investor, für andere womöglich eine schwer zu erreichende Messlatte. Oder auch Quell der Inspiration, Lenker der legendären Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) oder was auch immer.

Allerdings ist Buffett auch der Namensgeber eines bedeutenden Indikators. Möglicherweise sogar eines Indikators, den man gegenwärtig fürchten sollte, beziehungsweise das, was er misst. Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, was Investoren zu diesem Anzeiger und dem aktuellen Stand wissen sollten.

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Der Warren-Buffett-Indikator im Überblick

Ja, Warren Buffett ist wirklich Namensgeber eines Börsenindikators, der langfristig ein hohes Bewertungsmaß anzeigen kann. Tatsächlich war das Orakel von Omaha sogar an der Erfindung dieses Anzeigers beteiligt, womöglich hat der Starinvestor den nach ihm benannten Wert oder Quotienten kreiert.

Der Berkshire-Manager ist schließlich dafür bekannt, dass er das Bewertungsmaß der globalen Börsen anhand des Börsenwerts gemessen am aktuellen Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP, misst. Der Quotient dieser beiden Zahlen, wobei der ganzheitliche Wilshire-5000-Index zur Beurteilung dieser Kennzahl dient, kann auf eine günstige Ausgangslage oder aber ein teure Marktphase hindeuten.

Ein Wert von 50 oder tiefer bedeutet dabei eine krasse Unterbewertung, ein Wert von über 115 hingegen eine potenzielle Überbewertung, zumindest im historischen Vergleich. Der Zwischenraum könnte auf ein faires Bewertungsmaß hindeuten, so zumindest die Theorie.

In der Vergangenheit hatte der Warren-Buffett-Indikator dabei so manches Mal recht behalten. Während der Dotcom-Blase belief sich hier der Wert beispielsweise auf 146 %, während der letzten Finanzkrise hingegen auf über 137 %. Möglicherweise deutet die aktuelle Bewertung mit einem Quotienten der US-Marktkapitalisierung zum US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukt von 153,1 % auf eine gigantische Überbewertung hin. Wie gesagt, zumindest in der Theorie.

Was Investoren allerdings auch bedenken sollten

Dass die weltweiten Börsen und speziell die US-amerikanischen Aktien in diesen Tagen alles andere als preiswert sind, das können wir an den derzeitigen Indexständen erkennen. Viele der globalen oder auch regionalen Indizes notieren schließlich in Greifweite ihrer jeweiligen Rekordhochs. Günstig sieht hier anders aus.

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