TecDAX Wirecard Aktie - Softbank will weg und Zerschlagung könnte Realität werden, aber die Aktie zuckt noch und wohin heute?

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
02.07.2020, 04:18  |  1416   |   |   

tecdax news nebenwerte magazin02.07.2020 - Gestern wieder einiges an Bewegung bei Wirecard: Neben einem Insolvenzverwalter, der sich auf die Resteverwertung zu fokussieren scheint und Durchsuchungen an diversen Orten, scheint sich - laut Dow Jones gestern Abend gemeldet  - Softbank von Wirecard und der für 5 Jahre vereinbarten Zusammenarbeit "absetzen zu wollen" - die bekanntlich gut informierten Kreise würden von einer Kündigung Softbanks reden. Nicht wirklich überraschend,wenn offensichtlich die meißten Marktteilnehmer von einer Zerschlagung Wirecards ausgehen, wozu dann Perspektiven und neue Geschäfte anbahnen. Und da Softbank, wie bereits berichtet, seine 900 Mio. EUR Wandelanleihe bei Wirecard nicht selber bezahlt hat, sondern letztendlich am Kapitalmarkt platzierte, wäre der Verlust Softbanks aus der Causa Wirecard überschaubar - einer der wenigen, der wohl die nötige Vorsicht walten ließ. Oder halt ein gesundes Misstrauen trotz der verlockenden Perspektiven. Die hat man genutzt ohne dafür Risiko zu tragen - clever.

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Durchsuchungen bei Wirecard und bei Markus Braun zuhause - wenig überraschend und erwartet. Die Aktie reagiert so auch relativ wenig - sie ist ein Spielball mit "üblichen" zweistelligen Prozentsprüngen nach oben und unten an einem Tag. Phantasie liegt bei den diversen Kaufinteressenten für Wirecard - in Teilen oder annähernd komplett? Wer weiss, jedenfalls deuten die Äußerungen des Insolvenzverwalters auf einen Teilverkauf hin und weniger auf eine Fortführung, wie es vor Tagen einige Lokalpolitiker forderten. Logisch, niemand wird wohl das Risiko der potentiellen und sehr hohen Schadensersatzforderungen tragen wollen. Also bleibt nur der Teilverkauf? Oder findet der Insolvenzverwalter eine andere Lösung? In normalen Zeiten müssten die gesunden Teile Wirecards gute Preise erzielen können - wie das unabhängige US-Geschäft, Wirecard Bank (mit Abstrichen) und die Paymenttöchter in Europa, wobei Asien das große Fragezeichen ist - und was ist mit dem im letzten Jahr gekauften "Lizenznehmer" in China? Ist der die gut 100 Mio. EUR wert vom letzten Herbst oder mittlerwiele mehr oder war der Kaufpreis , wie man mittlerweile für die Indische Entity annehmen muss. manipuliert zur Bereicherung oder Liquiditätsumlenkung im "Betrugsgeflecht" rund um das Drittpartnergeschäft in vornehmlich Asien. Und wie wertig sind die Singapurtöchter, beide aktuell im Lizenzverfahren mit offenem Ausgang. Viele Fragen auf deren Beantwortung wohl noch einige Zeit gewartet werden muss.

(Kursrange 01.07.2020, E: 5,54 EUR H: 9,20 EUR, T: 3,95 EUR, S: 4,80 EUR)

Was zuletzt geschah? Warum aber die Hoffnungen auf dauerhafte Kurssteigerungen verwegen sind

Ganz einfach, es reicht ein Blick auf die Bundesanzeigermeldungen, die alle Shortpositionen ab 0,50% mit einem Tag Zeitverzögerung zeigen und die klar sagen "Wir sind noch nicht fertig". Diese Sprache sprechen auch die Meldungen für Montag, den 29.06.2020, gestern gemeldet: Die beinahe Kursverdopplung Wirecards, sofern bei einem solchen Kursniveau von "Verdopplung" überhaupt geredet werden darf, hatte zur Folge, das die Hedgefonds wieder kräftig ihre Positionen erhöhten - für sie gehört Wirecard wohl unter einem EUR, sonst würde man nicht erhöhen, oder? Im Einzelnen: Coltrane Asset Management erhöhte auf 1,25% (von 1,08%); Darsana Capital Partners auf 0,50% (von 0,47%); Greenvale Capital auf 1,12% (von 1,02%) . Samlyn Capital und  Susquehanna reduzierten ihre Positionen, wohl bevor die Steigerungen kamen.

Fazit: Solange die Shorts davon überzeugt sind - wie sehr viele Marktteilnehmer - das Wirecard unter der Last der Schadensersatzforderungen zusammenbrechen wird, solange werden auch die schwachen - wenn auch prozentual beeindruckenden - Erholungsversuche zum Scheitern verurteilt sein, zumindest auf Dauer.

FORTSETZUNG:

CHRONOLOGIE DER STORY WIRECARD AG OHNE HAPPY END vom 18.06.2020 bis 01.07.2020

- ein Wirtschaftskrimi einer Aktie vom DAX in den Pennystockbereich, voller enttäuschter Hoffnungen und Ungewissheiten.

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