Brent C.O. Noch immer seitwärts

25.07.2020, 18:05  |  1018   |   |   

Unsere letzte Kommentierung zu Brent C.O. überschrieben wir bereits mit „Baut sich da Druck auf?“ und thematisierten darin die noch immer andauernde Seitwärtsbewegung. 

In der betreffenden Kommentierung hieß es unter anderem „[…] Das Handelsgeschehen der letzten Wochen spielte sich maßgeblich im Bereich von 40,0 bis 44,0 US-Dollar ab. Insofern drängt sich zwangsläufig die Frage auf, ob sich bei Brent C.O. Druck aufbaut…  Das fundamentale Umfeld ist weiterhin ambivalent. Angebots- und Nachfrageseite sind mit erheblichen Risiken und Unsicherheiten behaftet. Wie stark springt die Ölnachfrage infolge der wirtschaftlichen Erholung an? Wie schnell leeren sich die vollen Lager? Wie verhält sich die OPEC+? […] Aus charttechnischer Sicht dürfte es spannend werden, sobald sich Brent C.O. aufmacht, seine aktuelle Handelsspanne im Bereich von 40,0 bis 44,0 US-Dollar zu verlassen. Bei einem Rutsch unter die 40,0 US-Dollar würden sich der Bereiche um 38,2 / 36,4 US-Dollar und 32,0 US-Dollar als potentielle Bewegungsziele aufdrängen, wohingegen ein Ausbruch über die 44,0 US-Dollar die 50er Marke ins Spiel bringen könnte.“ 

Weite Teile der damaligen Kommentierung haben noch immer ihre Gültigkeit. Das Chartbild zeigt sich ebenfalls kaum verändert. Allerdings gilt es festzustellen, dass Brent C.O. zuletzt verstärkt Ansätze zeigte, die Oberseite der Begrenzung aufhebeln zu wollen. Doch entscheidend lösen konnte sich der Preis nicht. Bereits im Bereich von 45,0 US-Dollar wurde die Luft dünn, sodass die bisherigen Versuche letztendlich ergebnislos wieder zusammenfielen. 

Spannend wurde es unter fundamentalen Aspekten einmal mehr zur Wochenmitte mit den aktuellen Daten der EIA (Energy Information Administration) für die Woche zum 17.07. Doch auch diese brachten letztendlich kein Momentum in den Markt. Die Energy Information Administration gab die Ölproduktion in den USA für die Woche zum 17.07. mit 11,1 Mio. bpd (barrels per day) und damit leicht über dem Niveau der Vorwoche (11,0 Mio. bpd) liegend an. Der Ölproduktion in den USA hatte sich nach dem kräftigen Rückgang im April und Mai zuletzt auf dem Niveau von 11,0 Mio. bpd stabilisiert. Die weitere Entwicklung gilt es daher zu beachten, denn sollte sich die Ölproduktion in den USA nun in den nächsten Wochen wieder deutlicher erhöhen, könnte das wiederum die Ölpreise belasten. Die US-Rohöllagerbestände erhöhten sich zudem im Berichtszeitraum um 4,9 Mio. Barrel auf nunmehr 536,6 Mio. Barrel. Die Bestände liegen damit um 19 Prozent (!) über dem für diese Jahreszeit entsprechenden Durchschnittsniveau der letzten 5 Jahre.

Kurzum: Noch ist die Handelsspanne 40,0 / 44,0 US-Dollar weitgehend intakt. Bisherige Bestrebungen, diese insbesondere über die Oberseite auflösen zu wollen, fielen ergebnislos in sich zusammen. Insgesamt gilt weiterhin: Oberhalb von 44,0 US-Dollar bestünde Potential in Richtung 50,0 US-Dollar. Unterhalb von 40,0 US-Dollar würden unter anderem die 36,2 US-Dollar als potentielles Bewegungsziel warten. 
 

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