Von der Alzheimer's Association International Conference 2020 Bluttest auf Alzheimer? Marker für Tau bedeutet einen großen Schritt voran.

Nachrichtenquelle: PR Newswire (dt.)
28.07.2020, 18:30  |  167   |   |   

CHICAGO, 28. Juli 2020 /PRNewswire/ -- Ein einfacher Bluttest auf Alzheimer wäre für Personen, die an der Erkrankung leiden oder bei denen das Risiko besteht, sowie für Familien, Ärzte und Forscher ein enormer Fortschritt.

Auf der jährlichen Verbandskonferenz Alzheimer's Association International Conference (AAIC) 2020 stellten Wissenschaftler die Resultate mehrerer Studien über Fortschritte bei Bluttests auf abnormale Versionen des Tau-Proteins vor, von denen einer vielleicht die Möglichkeit eröffnet, 20 Jahre vor Einsetzen der Symptome von Demenz Veränderungen im Gehirn zu erkennen. Speziell konzentrieren die Berichte sich auf eine bestimmte Form von Tau, die als P-Tau217 bekannt ist. Diese scheint die spezifischste für Alzheimer zu sein und diejenige, welche als erste messbare Veränderungen zeigt.

Veränderungen der Gehirn-Proteine Amyloid und Tau und deren Verklumpung (auch Ablagerungen bzw. Bündel genannt), sind eine der entscheidenden körperlichen Manifestationen von Alzheimer im Gehirn. Es wird angenommen, dass der Aufbau von Tau in enger Korrelation mit dem Schwund der Geisteskräfte steht. Die neu bekannt gegebenen Resultate legen nahe, dass Blut-/Plasma-Spiegel von P-Tau217, einer der Formen von Tau, die in Bündeln zu finden sind, ebenfalls eine enge Korrelation mit dem Aufbau von Amyloid besitzen.

Derzeit können Veränderungen des Gehirns, die erfolgen, bevor die Symptome der durch Alzheimer verursachten Demenz einsetzen, nur mittels Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zuverlässig festgestellt werden, sowie durch Messung von Amyloid und Tau-Proteinen in der Zerebrospinalflüssigkeit (CSF). Diese Methoden sind teuer und invasiv. Zudem stehen sie zu oft nicht zur Verfügung, da kaum Zugriff darauf besteht oder die Versicherung sie nicht abdeckt.

„Es besteht dringender Bedarf, für ein einfaches, preiswertes, nicht-invasives und problemlos verfügbares Diagnosewerkzeug für Alzheimer. Neue Testtechniken könnten zudem die Entwicklung von Medikamenten in vielfacher Weise voranbringen. Dies geschähe beispielsweise dadurch, dass die passenden Personen für klinische Studien gefunden und die Auswirkungen der getesteten Therapien nachverfolgt werden", sagte Maria C. Carrillo, Ph.D., Chief Science Officer der Alzheimer's Association. „Die Möglichkeit einer Früherkennung und des Eingriffs mit einer Behandlung, bevor Alzheimer das Gehirn signifikant geschädigt hat, wären für Patienten, deren Familien und das Gesundheitssystem umwälzende Veränderungen."

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