SOFTWARE AG IM FOKUS Umbau, Hackerattacke, Corona - Wie läuft das Geschäft? - Seite 2

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
20.10.2020, 08:35  |  185   |   |   

Allerdings hat die Software AG im zweiten Quartal überraschend viele Abschlüsse an Land gezogen, was sich im Auftragseingang widerspiegelt. Brahmawar hatte ohnehin eine vergleichsweise normale Entwicklung im ersten Halbjahr in Aussicht gestellt, für die restlichen sechs Monate aber deutliche Risiken wegen der Pandemie gesehen. Immerhin sieht der Belgier langfristig neuen Schub für die Digitalisierung bei den Kunden, was auch seinem eingeschlagenen Wachstumskurs zugute kommen soll.

Im April hatte das Unternehmen die Jahresprognosen für den Auftragseingang, die sogenannten Bookings, gesenkt. Bookings sind der normierte Rechnungswert abgeschlossener Verträge, wie ihn Softwareunternehmen gerne angeben, weil die Erlöse zunehmend erst in Raten in der Zukunft fließen.

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Im Geschäft mit Integrationssoftware (DBP ex Cloud/IoT) rechnen die Darmstädter mit währungsbereinigt 0 bis 10 Prozent Plus im laufenden Jahr. Beim neu aufgebauten Zukunftsgeschäft mit der Cloud und der Vernetzung von Maschinen (IoT) sollen es zwischen 20 und 40 Prozent mehr sein als im Vorjahr. Im angestammten Datenbankbereich (A&N) geht die Software AG von minus 3 bis plus 3 Prozent aus.

Mit dem Umbau des Geschäftsmodells will Brahmawar einerseits das stark vertriebsabhängige Geschäft verstetigen, nach und nach soll der Umsatz vor allem aus laufenden Verträgen kommen. In der Vergangenheit hatten verzögerte große Vertragsabschlüsse des Öfteren die Quartalsbilanzen verhagelt und Unsicherheit bei Investoren hervorgerufen.

Zudem hat Brahmawar die Organisation auf Wachstum getrimmt. Die Vertriebsteams in Nordamerika, Asien und Europa wurden gestärkt, mehr Geld fließt auch in Werbung und Partnerschaften.

Die zusätzlichen Investitionen sollen in der mittleren Frist ein stärkeres Wachstum liefern, das Digitalgeschäft mit Software zur Integration verschiedener IT-Systeme soll im Schnitt jährlich um 15 Prozent wachsen. Insgesamt dürfte der Konzernumsatz demnach 2023 den Wert von einer Milliarde Euro knacken, das wären gut 12 Prozent mehr als 2019 mit 890,6 Millionen Euro. Aber auch auf mittlere Sicht müssen Anleger 2023 mit weniger Profitabilität rechnen, die operative Marge dürfte sich nur zwischen 25 und 30 Prozent bewegen.

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