2 extrem billige Robinhood-Aktien, die rasant wachsen könnten

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
21.10.2020, 11:05  |  1374   |   |   

Billige Aktien sind aufgrund schlechter finanzieller Zahlen oft genug zu Recht so billig zu haben. Doch manchmal finden versierte Anleger tatsächlich das eine oder andere Nugget. Ford Motor (WKN: 502391) und Walt Disney (WKN: 855686) sind zwei nicht ganz reine günstige Aktien, die langfristig überzeugen sollten. Schauen wir doch mal, warum beide Unternehmen eine starke Ergänzung fürs Portfolio sein könnten.

Ford Motor

Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 29 Milliarden USD und einem 12-Monats-Umsatz von 118,61 Milliarden USD hat Ford ein Preis/Verkaufs-Vielfaches von 0,24 – niedriger als die Autohersteller General Motors und Tesla mit 0,4 bzw. 16,56. Ford erwirtschaftet zwar viel Umsatz, aber die niedrige Bewertung macht Sinn. Denn Verkäufe bedeuten nicht viel, wenn sie nicht zu nachhaltigen Gewinnen führen. Deshalb will das Unternehmen seine Margen durch attraktivere Produkte erhöhen.

Im Rahmen seines mehrjährigen Umstrukturierungsprogramms hat Ford die meisten seiner Limousinenmodelle eingestellt. Stattdessen konzentriert man sich auf margenstärkere Pick-ups und SUVs. Da der Morgan-Stanley-Analyst Adam Jonas schätzt, dass Fords Flagschiff-Pick-up-Fahrzeuge der F-Serie für sage und schreibe 90 % des weltweiten Gewinns des Unternehmens verantwortlich sein könnten, scheint dies der richtige Schritt zu sein.

Auch der neue Ford Bronco, der 2021 auf den Markt kommen soll, könnte die Gewinne um bis zu 1 Milliarde USD steigern. Das jedenfalls schätzen die Analysten der Credit Suisse.

Der Umsatz von Ford ging im zweiten Quartal um 50 % auf 19,4 Milliarden USD zurück, da das Großhandelsvolumen geringer war und die Produktion während der Coronavirus-Pandemie eingestellt wurde. Das führte zu einem operativen Verlust von 2,8 Milliarden USD. Aber Ford könnte sich im dritten Quartal erholen, wenn seine Restrukturierungsstrategie Gestalt annimmt.

Nach dem jüngsten Bericht über die Inlandsverkäufe verkaufte der US-Betrieb von Ford im dritten Quartal 551.796 Fahrzeuge. Das liegt nur 4,9 % unter dem Vorjahreszeitraum und 27 % über dem Vorquartal. Wie erwartet brachen die Verkäufe von Limousinen um 37,5 % ein, da sich der Konzern aus diesem Segment zurückzog. Die margenstärkere F-Serie wuchs auf 40 % aller von Ford in den USA verkauften Fahrzeuge an – im Vorjahreszeitraum waren es 37 %. Da Pick-ups und Geländewagen einen wachsenden Prozentsatz des Ford-Absatzes ausmachen, können Investoren eine Verbesserung der Margen und eine mögliche Rückkehr zur Rentabilität auf dem wichtigen US-Markt erwarten. Der macht etwa 45 % des weltweiten Absatzes aus.

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