Royal Dutch Shell im Quick-Check: Das müssen Investoren zum dritten Quartal wissen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
22.10.2020, 10:46  |  550   |   |   

Die Berichtssaison wird in wenigen Tagen und Wochen definitiv an Fahrt aufnehmen. Eine Aktie, bei der ein spannendes Quartalszahlenwerk anstehen könnte, ist die des britisch-niederländischen Öl- und Erdgaskonzerns Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S).

Seit Jahresanfang belasten niedrige Ölpreise. Im zweiten Quartal kamen außerdem noch milliardenschwere Abschreibungen dazu. Das hat unter anderem bereits dazu geführt, dass sich das Management zu einem drastischen Schritt entschlossen hat: Nämlich die Dividende zu kürzen.

Aber was können Foolishe Investoren jetzt im dritten Quartal erwarten? Droht erneut eine böse Überraschung? Spannende Fragen, denen wir im Folgenden auf den Grund gehen wollen. Es gibt durchaus einige Lichtblicke. Zu viel sollten Investoren jedoch nicht erwarten.

Royal Dutch Shell: Ein solideres Marktumfeld …?

Wie wir jedenfalls mit Blick auf die Ölpreise feststellen können, droht der Aktie von Royal Dutch Shell möglicherweise wieder etwas Entspannung: Nach einem sehr durchwachsenen zweiten Quartal mit durchschnittlichen Ölpreisen von ca. 30 US-Dollar je Barrel Brent ist das momentane Markt- und Preisniveau wieder deutlich solider.

Wie wir mit Blick auf die monatlichen Durchschnittspreise erkennen, lagen die Werte für ein Barrel Brent im Juli und August mit 43,24 US-Dollar und 44,56 US-Dollar deutlich über diesem Preisniveau. Für den Monat September hat das Statistikportal Statista zwar noch keinen Durchschnittswert ausgewiesen. Aber auch in diesem ersten Herbstmonat notierten die Ölpreise stets zwischen 37 US-Dollar je Barrel Brent und 41 US-Dollar. Das ist zwar noch weit entfernt von einem entspannten Markt, in dem hohe Gewinne möglich sind. Allerdings könnte Royal Dutch Shell innerhalb dieses Quartals wieder etwas mehr Gewinn eingefahren haben. Oder zumindest nahe an einen solchen herankommen.

Wie gesagt: Foolishe Investoren sollten nicht den großen Wurf erwarten. Allerdings könnt das operative Zahlenwerk, bereinigt um Sondereffekte, wieder etwas solider ausfallen. Jedoch gibt es mindestens einen Sondereffekt, der auch im dritten Quartal das Ergebnis belasten wird.

Es wird erneute Abschreibungen geben

Wie Royal Dutch Shell nämlich bereits im Vorfeld verkündet hat, wird es auch im dritten Quartal weitere Abschreibungen geben. Aufgrund der niedrigen Ölpreise hat das Management beschlossen, sich von einigen Projekten zu trennen beziehungsweise diese nicht mehr zu verfolgen. Auch der Konzernumbau wird eine Rolle bei diesem strategischen Richtungswechsel mit Auswirkungen auf den operativen Alltag gespielt haben.

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